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Bremen

Hilde-Adolf-Preis 2010 für Verein Crazy Run

Zur Verleihung des 6. Hilde-Adolf-Preises konnte Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) in dieser Woche zahlreiche Gäste im Kaminsaal des Bremer Rathauses begrüßen. In seiner Ansprache würdigte er die Namensgeberin des Preises, die 2002 tödlich verunglückte Senatorin, mit persönlichen Worten: „Ich freue mich sehr, dass dieser Preis nach ihr benannt wurde. Hilde Adofs Engagement für die Menschen – auch der am Rande der Gesellschaft stehende - war beispielhaft“, so Böhrnsen.

Eben dieses Engagement für die Integration von Menschen, die sehr häufig übersehen oder nicht richtig wahrgenommen werden, stand bei der Preisvergabe in diesem Jahr im Fokus der Jury. Mit dem Crazy Run e.V. ist ein gemeinnützig anerkannter Verein geehrt worden, der ungewöhnliche Projekte mit geistig behinderten und nichtbehinderten Menschen initiiert und durchführt. Zu diesen Projekten gehören unter anderem auch Motorradreisen. Die Motorradfahrer/innen des Vereins teilen gerne ihre Freude am Motorradfahren mit Menschen mit Behinderung.

Zeichen setzen mit außergewöhnlichen Aktionen

Der Verein möchte Zeichen setzen, für außergewöhnliche Aktionen, aufwendige Vorhaben, verrückte Ideen - unter dem Motto: zu Lande, zu Wasser und in der Luft! Dank der Sponsoren, privater Spender und dem Engagement vieler Vereinsmitglieder konnte das Programm jedes Jahr um neue Aktionen erweitert werden. Lars Haider, Vorsitzender der Bremer Bürgerstiftung, hob hervor, dass dies eine gelungene und vernünftige Integration sei, zwanglos und harmonisch.

Die Erste Vorsitzende des Vereins, Silke Susan Rotermund, freute sich über die Anerkennung, aber auch über die finanzielle Unterstützung, mit der weitere wichtige Schritte und Projekte vorangetrieben werden können. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und wird von der Bremer Tageszeitungen AG gestiftet. Für Rotermund steht bei diesem Engagement das gegenseitige Lernen und die gemeinsame Erfahrung im Mittelpunkt. „Der Blickwinkel auf das eigene Leben verschiebt sich“, so Rotermund. Zum Schluss lud sie alle Interessierten ein, sich den Crazy Run und seine Aktivitäten näher anzuschauen.

(Redaktion)


 


 

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