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Meinungen zum 50. Jahrestag des Mauerbaus

Am 13. August 1961 - also vor genau 50 Jahren - ist mit dem Bau der Berliner Mauer begonnen worden. Sie stand symbolhaft für das in der Folge entstehende System von Sperranlagen zwischen Ost- und Westdeutschland. Der Eiserne Vorhang leitete die deutsch-deutsche Teilung ein und wurde zur menschlichen Tragödie für Millionen Deutsche. Die beiden Staaten BRD und DDR bildeten sich, 28 Jahre lang blieb Berlin isoliert, 70.000 Republikflüchtlinge landeten in Haft, Hunderte starben am Todesstreifen.

Die in Essen erscheinende "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" berichtet am Samstag, dass der Mauerbau in stiller Übereinkunft der Supermächte USA und UdSSR vollzogen wurde. John F. Kennedy habe demnach aufgeatmet, dass eine Mauer immer noch besser sei als ein Atomkrieg. Der Westen ließ den Ostblock daher gewähren.

Die "Stuttgarter Zeitung" berichtet, dass ohne die Demokratiebewegungen in den damaligen Ostblockstaaten Polen, Rumänien und Tschechien auch in der DDR keine friedliche Revolution möglich gewesen wäre. Die Glücksgefühle über deren EU-Beitritt hielten sich heutzutage allerdings in Grenzen. Dies sei kein gutes Zeichen. Insgesamt sei die Europäische Union aber weniger eine Währungsgemeinschaft als vielmehr eine Freiheitsgemeinschaft, stellt die Zeitung fest.

Die "Neue Osnabrücker Zeitung" bedauert, dass die Mauer in Berlin heute nur noch bruchstückhaft zu finden ist. Dies sei zwar städtebaulich verständlich, erschwere jedoch besonders Jüngeren sich dieses düstere Kapitel der deutschen Geschichte vorzustellen. Kritik erntet von der Zeitung Gesine Lötzsch von der Linkspartei, der vorgeworfen wird, sie versuche den Mauerbau nachträglich zu relativieren.

Die in Frankfurt an der Oder erscheinende "Märkische Allgemeine" vergleicht den Mauerbau in ihrer Ausgabe vom Samstag mit einem Druckverband mit dem die DDR das Ausbluten verhindern und ihren Gesundheitszustand stabilisieren wollte. Beim späteren Lockern des Verbandes sei schließlich die gesamte DDR durch das immer lauter aufbegehrende Volk hinweggespült worden.

Die in Bielefeld erscheinende "Neue Westfälische" leitet ihren Bericht damit ein, dass vielen Kindern am Samstag die Frage auf dem Herzen gelegen haben dürfte, warum die Fahnen vor öffentlichen Gebäuden auf Halbmast wehen. Viele hätten es sicher nicht beantworten können. Auch dort wird der Geschichtsrevisionismus der Linkspolitikerin Lötzsch kritisiert. Die Mauer sei inzwischen gefallen. In Anlehnung an die ehemalige Nationalhymne der DDR heißt es weiter: Man erwarte, dass aus diesen Ruinen nichts mehr aufersteht.

(Redaktion)


 


 

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