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Like-Buttons bei Facebook

Online-Netzwerk verändert Menüs für Privatsphäre-Einstellungen

Mitglieder des Online-Netzwerks Facebook sollen künftig einfacher bestimmen können, wer Informationen oder Fotos von ihnen zu sehen bekommt. Dazu will die Internet-Plattform in den kommenden Tagen die Menüs der Nutzer weltweit so verändern, dass sie schneller über die Veröffentlichung entscheiden können, hieß es in einem am Dienstagabend veröffentlichten Weblog-Eintrag des Unternehmens.

Von Stephan Radomsky

Damit reagiert Facebook offenbar auf die immer wieder gegen das Unternehmen gerichteten Datenschutzbedenken und die Konkurrenz durch das Netzwerk Google+ des konkurrierenden Suchmaschinen-Konzerns. Facebook hatte in der Vergangenheit immer wieder Kritik auf sich gezogen, weil es nach Meinung von Datenschützern zu viele Informationen über Nutzer sammelt und grundsätzlich zugänglich macht. Das Unternehmen selbst begründete die Neuerung mit Wünschen der Nutzer.

Ab Ende der Woche will Facebook nun weltweit seine Seiten modifizieren. So sollen die Vorgaben zur Privatsphäre für jeden Inhalt einzeln einstellbar werden, anstatt wie bisher allgemein über verschiedene Menüs. Zudem will die Plattform das Sortieren der Kontakte in Gruppen - etwa Freunde, Arbeitskollegen - erleichtern, was an Google+ erinnert. Auch sollen Personen auf Fotos erst nach deren Zustimmung markiert werden können.

Debatte "Gefällt-mir"-Buttons

"Wir wollen verhindern, dass die Menschen überrascht sind, mit wem sie ihre Inhalte geteilt haben", begründete Facebook-Manager Chris Cox in der Internetausgabe der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" die Änderungen. Eine Facebook-Sprecherin sagte auf Anfrage, man habe sich nicht direkt an der Konkurrenz orientiert. Es gebe aber einen "gegenseitigen Lernprozess".

Zurückhaltend reagierte das Verbraucherschutzministerium auf die Neuerungen. Facebook mache einen kleinen Schritt, "aber der Weg zu einem grundlegend verbesserten Datenschutz ist noch weit", sagte ein Sprecher. Die neuen Möglichkeiten änderten nichts an der Problematik der Voreinstellungen, bei denen die Nutzer weiterhin aktiv werden müssten, um ihre Privatsphäre zu schützen.

Immer wieder hatte Facebook durch seinen Umgang mit Nutzerdaten Kritik provoziert, zuletzt mit dem beliebten "Gefällt-mir"-Button. Dieser sei auf Webseiten Dritter aber nur zulässig, wenn die Nutzer vor dem Öffnen in die Weitergabe von Daten an Facebook einwilligten, sagte ein Sprecher des niedersächsischen Datenschutzbeauftragten Joachim Wahlbrink. Sein schleswig-holsteinischer Kollege Thilo Weichert hatte vergangene Woche ebenfalls vor den Verknüpfungen gewarnt und Webseitenbetreibern mit rechtlichen Schritten gedroht, sollten sie sie nicht deaktivieren.

(dapd )


 


 

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