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Sir Michael A. Lou

Produkte mit Lizenzen aufwerten

Nicht nur die ganz großen Unternehmen „mieten“ sich Namen von bekannten Persönlichkeiten, von einer Comicfigur oder einem Logo. Unter bestimmten Voraussetzungen kann es auch für den Mittelstand interessant sein, Produkte mit einer Lizenz aufzuwerten. Zu diesem Thema referierte kürzlich Sir Michael A. Lou von der Hamburger V.I.P Entertainment & Merchandising AG in den Räumen des Oldenburger Unternehmens HeiPei. Die von Lou 1981 gegründete Agentur ist mittlerweile eine der größten Lizenz-Agenturen Deutschlands.

Ob Mickey-Mouse-Krawatten, Autozubehör mit Playboy-Häschen oder Retro-T-Shirts mit den Beatles bedruckt – so ausgestattet und beworben lässt sich manches einfach besser verkaufen. Selbst No-Name-Produkte profitieren von der Popularität und/oder der implizierten Assoziation der Lizenz-Marke. Immerhin gelingt damit eine schnelle Abgrenzung zu Mitbewerbern. Außerdem spart es Zeit und Geld für die Entwicklung und Einführung eigener Kommunikationsträger.

Emotionale Aufladung

Doch sind das bei Weitem nicht die einzigen Vorteile. Die Nutzung bekannter Namen, Bilder und Charaktere kommt auch zwecks Marken-Verjüngung, Erreichung weiterer Zielgruppen oder eines Relaunches zu Einsatz. Darüber hinaus sorgt sie für die emotionale Aufladung und erhöht den Sympathiewert eines – sonst vielleicht langweiligen – Produktes. Das ist vermutlich der Grund, warum auch in Deutschland die Nutzung solcher Lizenz-Rechte sich nicht abreißender Beliebtheit erfreut.

Vorsicht: Kleingedrucktes

Allerdings, so empfiehlt Sir Lou, sollten sich interessierte Unternehmer – noch bevor es zu einem Lizenz-Vertrag kommt –  immer kompetenten Rat einholen. Denn wer sich für eine Lizenz entschlossen hat, wird zwangsläufig mit dem „Kleingedruckten“ konfrontiert, das oft nicht nur besonders umfangreich, sondern für Laien häufig auch unverständlich sei. Der Umfang einer Lizenz wird darin sachlich, zeitlich und räumlich genau definiert. Abhängig davon sind im Folgenden auch die Kosten, die dafür aufzuwenden sind. Die Höhe der Lizenz-Gebühr richtet sich zudem nach der Art der Preis-Positionierung des zu lizenzierenden Produktes, dessen Vertriebsweg und der Aktualität des Lizenz-Rechts, betont der Experte. Zu rechnen sei deshalb mit 10 bis 15 Prozent des Netto-Abgabepreises (bei Lebensmitteln mit 4 bis 8 %) zuzüglich einer Mindestlizenzgebühr, so Lou.

(Redaktion)


 


 

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