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Neuer Großauftrag für P+S Werften

Volkswerft baut 172 Meter lange Offshore-Schiffe für Spezialfirma in Singapur

Die P+S Werften in Vorpommern etablieren sich als eines der international führenden Schiffbauunternehmen für den Offshore-Bereich. Nach der Auslieferung von mehr als 20 Ankerziehversorgern, Kabellegern und Baggern sowie dem geplanten Bau eines der weltweit größten Kranschiffe erhielt der Werftenverbund jetzt einen Auftrag für zwei Offshore-Installationsschiffe.

Von Ralph Sommer

Die jeweils 172 Meter langen Spezialschiffe werden in der Volkswerft Stralsund für die Bremer Offshore Installation Group (OIG) in Singapore gebaut, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Auftrag habe ein Volumen von mehreren Hundert Millionen Euro und werde über Kredite der KfW IPEX-Bank und der Euler Hermes Kreditversicherung abgesichert.

Schiffe für Plattform-Bau in bis zu 2.500 Metern Tiefe

Die beiden Schiffe mit den Namen "Giant III" und "Giant IV" sollen bei der Erschließung und Installation von Öl- und Gasplattformen in Wassertiefen bis 2.500 Metern eingesetzt werden. Sie verfügen über drei Krane mit jeweils bis 400 Tonnen Tragfähigkeit und einen 100 Meter langen und 18 Meter breiten Laderaum.

Dank einer Heckrampe für rollende Ladung können die absenkbaren Schiffe auf hoher See auch schwimmende Ladung übernehmen. Ausgerüstet werden die Neubauten mit einer Hubschrauber-Plattform, einem zusätzlichen Wohnmodul sowie einem computergestützten Satellitenpositionierungssystem, das auch die Verlegung von Technik, Rohrleitungen und Seekabeln bei Wind bis zur Stärke 7 ermöglicht.

Optionen für den Bau zwei weiterer Schwesterschiffe

P+S-Werften-Geschäftsführer Dieter Brammertz sagte, derart große Installationsschiffe könnten gegenwärtig nur wenige Werften bauen. Mit dem Bau von Plattformen in immer größeren Tiefen und Entfernungen von der Küste steige der Bedarf an derartigen Spezialschiffen, die auch längere Zeit auf See verweilen könnten. "Hier sehen wir für die Volkswerft Stralsund und die Peene-Werft Wolgast ein großes Potenzial. Wir arbeiten bereits an weiteren Offshore-Projekten", sagte Brammertz.

Die OIG signalisierte unterdessen Bedarf an zwei weiteren Offshore-Schiffen. Firmengründer Peter Harren sagte, die Flotte verfüge bereits über die Spezialschiffe "Giant I" und Giant II", und es gebe derzeit gute Gründe, eventuell auch Schiff Nummer fünf und sechs in Stralsund bauen zu lassen. Die Schiffe verfügten über dreimal so viel Decksfläche wie Schiffe anderer Anbieter.

Milliarden-Auftragsbestand sorgt für Auslastung bis 2013

OIG ist eine Firmengründung der Bremer Reederei Harren & Partner, an der sich in diesem Jahr mehrheitlich Goldman Sachs Capital Partners beteiligte. Zum Auftragsbestand der P+S-Werften gehören 22 Spezialschiffe mit einem Gesamtvolumen von fast einer Milliarde Euro.

Darunter sind eines der größten Schwerlastschiffe der Welt für eine Reederei in Fernost, fünf eisgängige Spezialfrachter für die grönländische Royal Arctic Line sowie vier Schiffe für die schwedische Küstenwache. Bereits im Bau befinden sich zwei Ostseefährschiffe für die Reederei Scandlines sowie zwei Spezialtransporter für die dänische Reederei DFDS. Damit sind die beiden ostdeutschen Werften bis Mitte 2013 weitgehend ausgelastet.

(dapd )


 


 

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