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Aktienmarkt schließt etwas schwächer - Drillisch verliert 40 Prozent

Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag nach einer Achterbahnfahrt im Minus geschlossen. Auf dem Dax lastete die Furcht um den Bestand der Eurozone und die Sorge um die Lage im hoch verschuldeten Italien.


Der deutsche Leitindex verlor 0,6 Prozent auf 5.929 Punkte. Der MDax gab 0,5 Prozent auf 9.033 Zähler nach, und der TecDax ermäßigte sich um 2,4 Prozent auf 690 Punkte.

Am Dienstag steht in Italien die nachträgliche Abstimmung des Abgeordnetenhauses über den Haushalt für 2010 auf dem Programm. Sie ist Voraussetzung für die Abstimmung über das Budget 2012, eine Mehrheit für Premier Silvio Berlusconi gilt als nicht sicher.

Die Wall Street in New York tendierte ebenfalls leichter. Der Dow-Jones-Index verlor gegen 18:00 Uhr MEZ 0,5 Prozent auf 11.941 Punkte. Der Nasdaq-Composite-Index fiel um 0,9 Prozent auf 2.663 Punkte. Die Aufmerksamkeit richte sich unverändert auf Europa, sagten Händler. Die Kursbewegungen seien nach oben und unten an die aktuelle Nachrichtenlage aus Italien gekoppelt.

Der Euro gab bis zum Abend wieder nach und kostete 1,3744 Dollar. Spekulationen, dass Berlusconi kurz vor dem Rücktritt stehen könnte, hatten den Euro am Mittag noch gestützt. Die Europäische Zentralbank legte ihren Referenzkurs bei 1,3742 Dollar fest.

Tagesverlierer im Dax waren Merck mit einem Minus von 3,0 Prozent auf 59,87 Euro. Metro verloren 2,1 Prozent auf 34,98 Euro. Gegen den Trend legten Bayer 2,5 Prozent auf 46,03 Euro zu. Die Aktien des Leverkusener Konzerns profitierten von der Zulassung des Medikaments Xarelto zur Prävention von Schlaganfällen in den USA. RWE verbesserten sich um 1,5 Prozent auf 29,33 Euro.

Im MDax wurden die Verlierer von Deutz angeführt, die um 4,9 Prozent auf 4,18 Euro sanken. Heidelberger Druckmaschinen verloren ebenfalls mehr als vier Prozent. Klarer Gewinner waren die Aktien der Axel Springer AG, die nach der Vorlage der Zahlen für das dritte Quartal 11,5 Prozent auf 34,05 Euro zulegten. Sky stiegen um 3,3 Prozent auf 2,26 Euro.

Im TecDax brachen die Aktien des Mobilfunk-Providers Drillisch ein. Die Deutsche Telekom hat dem Unternehmen Betrug vorgeworfen. Die Papiere verloren 40,3 Prozent auf 5,00 Euro. Im Handelsverlauf waren sie bereits bis auf 3,25 Euro gefallen. In deren Sog verloren Freenet 9,1 Prozent auf 8,50 Euro. Dagegen stiegen die Aktien des Solarkonzerns Q-Cells um 12,4 Prozent auf 1,31 Euro. Gigaset gewannen 3,1 Prozent auf 2,59 Euro.

(dapd )


 


 

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