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Quakenbrück

Region Weser-Ems Vorreiter in der Biöokonomie

Strategierat stellt Masterplan vor

Es war die erste Veranstaltung dieser Art in der Region: In der Artland-Arena fand jetzt der „Tag der Bioökonomie Weser-Ems“ statt, wo der „Masterplan Bioökonomie“ vorgestellt wurde. Dieser legt dar, wie die Region ihre Position in der Agrar- und Ernährungswirtschaft ausbauen und gleichzeitig auf ökologische Herausforderungen reagieren kann. 

Bioökonomie fasst die Bereiche Landwirtschaft, Ernährungswirtschaft, Agrartechnik, nachwachsende Rohstoffe und Bioenergie zusammen. Weser-Ems kann einerseits auf eine ausgesprochen positive Entwicklung zurückblicken und gehört im Bereich der Bioökonomie zur absoluten Spitze. Auf der anderen Seite werden in der Region aber auch die Grenzen des Wachstums deutlich: Stichworte sind Gülleüberschuss, Tierdichte und „Vermaisung" der Landschaft. Der Strategierat Bioökonomie hat sich mit diesen Problemen in Weser-Ems befasst und schlägt im vorgestellten Masterplan Handlungsfelder und konkrete Projekte vor, mit denen durch Vernetzung des Wissens neue Lösungen gefunden werden können. Dabei geht es etwa um Algen als Nahrungsquelle der Zukunft, die Verbesserung der Boden- und Wasserqualität, den Einsatz modernster Technologien in der Landwirtschaft oder die stärkere Nutzung nachwachsender Rohstoffe.

Landrat Michael Lübbersmann führte als Sprecher des Strategierates Bioökonomie Weser-Ems in die Thematik ein: „Unsere Entwicklungsstrategie für Weser-Ems setzt auf Wissensvernetzung“, betonte Lübbersmann. Kommen unterschiedliche Wissensträger aus Unternehmen, Hochschulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen, Kammern, Beratungsbüros und Verwaltungen zusammen, davon zeigte sich der Landrat überzeugt, entstehen neues Wissen und kreative Chancen für Innovationen.
Lübbersmann führte in der von Felix Osterheider moderierten Veranstaltung aus, dass die Bioökonomie-Branchen bereits jetzt eine große Rolle in der Region spielen: „Unsere wirtschaftliche Stärke wird aber nicht allein in der Zahl der Betriebe und der Beschäftigten in der Agrar- und Ernährungswirtschaft deutlich. Sie zeigt sich noch mehr in der überdurchschnittlichen Produktivität je Beschäftigtem und in der Vielzahl von Marktführern und Hidden Champions.“ 

Dass der Masterplan für Weser-Ems eine große Chance ist wurde auch in dem Vortrag von Patrick Dieckhoff deutlich. Der Leiter der Geschäftsstelle des Bioökonomierates der Bundesregierung schlug in seinem Beitrag „Bundesebene – Spitzenforschung für Spitzentechnologie“ den Bogen von Zielen des Bundes bis zu den Umsetzungsmöglichkeiten vor Ort. Einen Ausblick auf künftige Herausforderungen und mögliche konkrete Lösungsansätze gaben die Teilnehmer einer Expertenrunde. Diese setzte sich zusammen aus Uwe Bartels (Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland, Vechta), Volker Heinz (Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik, Quakenbrück), Bernd Johanning (Landtechnik und mobile Arbeitsmaschinen, Hochschule Osnabrück) sowie Marie-Luise Rottmann-Meyer (3N Kompetenzzentrum Niedersachsen, Werlte).

In den Beiträgen wurde deutlich, was getan werden kann, damit die Region auch 2020 noch zur Spitze zählt und dabei gleichzeitig stärker auf Aspekte der Nachhaltigkeit achtet.

(Redaktion)


 


 

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