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Schnee und Eis

Alleine der Autobahn-Räumdienst kostet bis zu 4 Millionen Euro pro Tag

Der Winter hat noch gar nicht richtig angefangen, da reißen die Kosten für Räum- und Streueinsätze bereits tiefe Löcher in die öffentlichen Kassen. Wie der Automobilclub ADAC berechnet hat, kostet der Winterdienst auf den Autobahnen in Deutschland bis zu vier Millionen Euro pro Tag.

Ungeachtet dessen dürfen die Autofahrer laut ADAC jedoch nicht automatisch geräumte Straßen erwarten. So sollen zwar die für die Verkehrssicherungspflicht auf Autobahnen zuständigen Bundesländer das Schneeräumen und Streuen nach besten Kräften durchführen. Eine tatsächliche Räum- und Streupflicht sieht das Bundesfernstraßengesetz aber nur an besonders gefährlichen Straßenstellen vor.

Kampf gegen Eis und Schnee

Die Einsatzkräfte richten sich nach Angaben des ADAC bei ihrem Kampf gegen Eis, Schnee und Matsch nach speziellen Straßenwetter-Vorhersagen. Mit diesen genau kalkuliert werden, wie viel Streusalz benötigt wird - vorausgesetzt es ist noch genügend Streusalz in den Depots. Bekanntermaßen neigen sich die Vorräte in  vielerorts dem Ende entgegen oder sind wie in Nordenham (Landkreis Wesermarsch) oder Bonn bereits aufgebraucht. In der Millionenmetropole Köln waren am Samstag alle 60 Räumfahrzeuge im Einsatz, um wenigstens die Hauptverkehrsstraßen der Domstadt wieder befahrbar zu machen. Laut einer Meldung des Kölner-Stadt-Anzeigers hatte den zuständigen Abfallwirtschaftsbetrieb zuvor nach einer rund viertägigen Fahrt durch halb Europa ein Streusalz-Lieferung mit 24 Tonnen des derzeit raren Guts erreicht.

Ist mit Schnee und Eis zu rechnen, machen sich die Winterdienste in vielen Kommunen bis spätestens fünf Uhr morgens durch Kontrollfahrten ein Bild von der Situation. Ist dann ein Räum- und Streueinsatz notwendig, kann er rechtzeitig vor Einsetzen des Berufsverkehrs durchgeführt werden. Priorität haben in Oldenburg nach Angaben des dortigen Abfallwirtschaftsbetriebes gefährliche und verkehrswichtige Stellen auf Fahrbahnen und Radwegen. In oldenburg wird wie anderswo auch dabei nach einem Dringlichkeitsplan vorgegangen, wobei Fahrbahnen und Radwege der Ausfallstraßen sowie wichtiger innerstädtischer Verbindungsstraßen, wesentliche Strecken von Buslinien und Schulbuslinien sowie wichtige Fußgängerüberwege vorrangig geräumt und gestreut werden.

Abstand halten und hinter den Räumfahrzeugen bleiben

Sind Fahrzeuge des Winterdienstes auf Autobahnen im Einsatz, sollten die Verkehrsteilnehmer besonders vorsichtig sein und Geduld mitbringen. Vor allem Überholvorgänge sollten vermieden werden, denn die Räumfahrzeuge fahren meist gestaffelt im Verband. Zudem ist vor den Räumfahrzeugen mit einem wesentlich schlechteren Fahrbahnzustand zu rechnen als hinter ihnen. Der ADAC rät, den Fahrzeugen mit ausreichendem Abstand zu folgen. Zu dicht auffahrende Autos werden mit Salz und Schneestaub bespritzt.

(Redaktion)


 


 

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