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  • 10.11.2010, 10:52 Uhr
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Raffinerie Wilhelmshaven

Neues Bündnis will sich für Erhalt des Raffineriestandortes einsetzen

Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP), die Gewerkschaft IG BCE, der Arbeitgeberverband Chemie Nord, die Stadt Wilhelmshaven und der WRG-Betriebsrat haben sich am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung für den Erhalt des Raffineriestandortes Wilhelmshaven ausgesprochen. Als gemeinsames Bündnis will man sich ab sofort für eine Investorenlösung stark machen.

Der aktuelle Eigentümer Conoco Phillips hatte vor wenigen Wochen bekannt gegebn, dass die Raffinerie komplett geschlossen und das Gelände lediglich als Tanklager weiter genutzt werden soll. Von den bislang 400 Arbeitsplätzen der Wilhelmshavener Raffineriegesellschaft sollen dann ab Anfang 2011 lediglich 30 bis 50 übrig bleiben. Auch viele Vertragsfirmen, Zulieferer und Einzelhändler wären dann von der Schließung betroffen. Die Schätzungen schwanken zwischen 500 und 1.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen, die in diesem Fall verloren gingen.

Bündnis: Wilhelmshaven soll Raffineristandort bleiben

Die Beteiligten des neuen Bündnisses waren sich am Dienstag einig, dass der Standort Wilhelmshaven nicht aufgegeben werden dürfe.  Dort sieht man weiterhin Zukunftschancen für die Raffinerie. Um diese zu verwirklichen, müssten jedoch "alle an einem Strang ziehen", heißt es in der gemeinsamen Erklärung. „Die IG BCE wird, gemeinsam mit Betriebsrat , Belegschaft und dem Arbeitgeberverband die Initiative ergreifen und in einem Netzwerk diejenigen Kräfte bündeln, die nötig sind, um ein Standortkonzept für die Raffinerie zu entwickeln", so Ralf Becker, Landesbezirksleiter der Gewerkschaft. Durch die Lage am seeschifftiefen Wasser, an der Bahnverbindung nach Oldenburg und an der Autobahn A 29 sei die Raffinerie logistisch vorteilhaft an das Verkehrsnetz angebunden, heißt es weiter. Zusammen mit dem Tanklager der Nord-West-Öl-Leitung existiere in Wilhelmshaven zudem der größte Ölumschlagsplatz Deutschlands.

Regelmäßiger Informationsaustausch geplant

„Die Raffinerie Wilhelmshaven verfügt über gut ausgebildete Mitarbeiter und gute Standortbedingungen, um die Kunden mit Kraftstoff zu versorgen", ist WRG-Betriebsrat Uwe Geertsema überzeugt. „Wir brauchen einen Investor, der in die Zukunft des Standortes vertraut. Mit der bereits genehmigten Erweiterung kann Wilhelmshaven zu den leistungsstärksten und modernsten Raffinerien Europas gehören," pflichtet auch Jochen Wilkens, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Chemie Nord, bei. Die Mitglieder des Bündnisses wollen sich ab sofort regelmäßig austauschen und streben auch an, die jeweils vorhandenen Netzwerke für die Investorensuche zu aktivieren. Dem Eigentümer Conoco Phillips war in den vergangenen Wochen mehrfach vogeworfen worden, sich nicht ausreichend um einen Investor zu bemühen.

(Redaktion)


 


 

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