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Eigeninitiative im Job: Mit Motivation zum Unternehmenserfolg

Es braucht motivierte Mitarbeiter und Engagement über das Projektende hinaus – das wird in jedem Unternehmen gepredigt. Eigeninitiative im Job ist ein begehrtes Gut. Was aber viele Verantwortliche nicht verstehen: Eigeninitiative ist ein Managementtool, das aktiv geplant und umgesetzt werden muss. Das stellt das Autorenduo Jette Wiegel und Michael Frese in „Das Konzept Eigeninitiative“ vor. Niemand trägt Eigeninitiative ins Unternehmen

In Stellenanzeigen werden immer häufiger Mitarbeiter gesucht, die das Unternehmen mit Eigeninitiative bereichern. Das ist einerseits gut, denn anscheinend ist in den Managementetagen die Erkenntnis angekommen, dass Eigeninitiative im Job anerkannt und wichtig ist. Andererseits zeigt es auch, dass ein Irrtum vorliegt: Eigeninitiative lässt sich nicht einfach in das Unternehmen hineintragen wie die neuen ergonomischen Bürostühle. Es scheint die Idee zu bestehen, „dass es sich nur um eine feste Eigenschaft handelt“, so Jette Wiegel, als wenn „eine Person per se proaktiv ist oder eben nicht, also entweder Eigeninitiative mitbringt oder nicht“, Damit legt ein Unternehmen das Problem in die Hände der Mitarbeiter, die entweder die passende Eigenschaft mit ins Unternehmen bringen – oder eben nicht. In ihrem Ratgeber „Das Konzept Eigeninitiative“ zeigt die HR-Expertin die Zusammenhänge zwischen Eigeninitiative im Job und dem Erfolg eines Unternehmens. Unterstützt wird sie dabei vom Psychologen Michael Frese, der das Konzept Eigeninitiative als erster wissenschaftlich erforscht hat und als weltweiter Experte zu diesem Thema zählt.

Eigeninitiative in Unternehmenskultur einbetten

Stringente Hierarchien, schlechte Kommunikationswege und wenig Feedback – da geht auch dem motiviertesten Mitarbeiter früher oder später die Luft aus. „Oft wird in Unternehmen übersehen, dass es zum großen Teil in ihrer eigenen Hand und Verantwortung liegt, das Unternehmen (...) so zu gestalten und auszurichten, dass die Mitarbeiter die Eigeninitiative, zu der sie per se bereit sind, auch einbringen können und wollen“, sagt Wiegel. Dafür brauche es Veränderungen in der Struktur und der Strategie, die nicht nur die Gestaltung des Arbeitsumfeldes, die Compensation und Benefits-Logik mitdenke, sondern auch kommunizierte und gelebte Werte, die Eigeninitiative im Job wertschätzen. In einer wertschätzenden Unternehmenskultur entwickeln Mitarbeiter fast von alleine die Motivation, eigene Ideen einzubringen und Projekte nach vorne zu bringen.

Zunächst einmal muss die Initiative also vom Unternehmen ausgehen. Und die lohnt sich: Unternehmen, die eine lebendige, offene Unternehmenskultur haben, überstehen schlechte Zeiten besser als traditionelle Betriebe aus dem letzten Jahrhundert. Mit neuen Ideen, Selbstmotivation und Power gehen Mitarbeiter auch gern durch Krisen, anstatt das sinkende Schiff zu verlassen.

Roter-Reiter-Fazit: Ein wissenschaftlich fundierter Ratgeber, der wertvolle Anregungen und Anleitungen zum Eigeninitiative-Management in mittelständischen Unternehmen und Konzernen bietet. Interviews mit Managern, HR-Experten und Gründern bieten praktische Einblicke.

Das Buch: Jette Wiegel/Michael Frese, „Das Konzept Eigeninitiative“, Campus Verlag, ISBN 3593508559

(Christiane K. www.roter-reiter.de)


 


 

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