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Recht & Steuern

Gründertipp: Kleinunternehmer – ja oder nein?

Achtung: Entscheidung ist unter Umständen für fünf Jahre bindend!

Zu Beginn ihres Geschäftslebens stehen die meisten Gründer vor der Frage: Kleinunternehmer – ja oder nein? Wird im ersten Geschäftsjahr ein Umsatz von nicht mehr als 17.500 Euro erwartet, können Gründer als Kleinunternehmer starten. Doch das lohnt sich nicht für alle – und kann große finanzielle Einbußen bedeuten! Davor warnt die Steuerberatungsgesellschaft [Kanzlei] aus [Ort]. „Zunächst einmal macht die Kleinunternehmerregelung vieles einfacher. So gelten für Kleinunternehmer vereinfachte steuerliche Aufzeichnungspflichten, beispielsweise entfällt für sie die monatliche oder vierteljährliche Umsatzsteuervoranmeldung an das Finanzamt“, erklärt [Position] [Name]. „Denn Kleinunternehmer weisen auf ihren Rechnungen keine Umsatzsteuer aus und müssen folgerichtig auch keine an das Finanzamt abführen.“

Und genau hier liegt für viele Existenzgründer der Haken: Gerade zu Geschäftsbeginn sind oft größere Anschaffungen nötig, für die der Gründer 19 Prozent Umsatzsteuer an den Verkäufer zahlt. Kleinunternehmer dürfen sich jedoch gezahlte Umsatzsteuer, so für den Kauf von Waren, Geschäftsausstattung oder Fahrzeugen, nicht vom Finanzamt zurückzahlen lassen. „Der Gründer hat die Wahl: Entscheidet er sich gegen die einfachere Kleinunternehmerregelung, wird er steuerlich wie jeder andere Unternehmer behandelt und kann die gezahlte Umsatzsteuer, Vorsteuer genannt, vom Finanzamt zurückverlangen“, erläutert [Name]. „Gerade bei größeren Investitionen lohnt sich das finanziell auf jeden Fall.“

Bei der Unternehmensgründung wird dem Finanzamt mitgeteilt, ob die Kleinunternehmerregelung in Anspruch genommen wird oder nicht. Gründer, die zunächst als Kleinunternehmer starten und dann zur Regelbesteuerung wechseln möchten, können dies jeweils zum Jahresanfang tun. Achtung: Die Entscheidung zur Regelbesteuerung ist für die nächsten fünf Jahre bindend und kann nur nach deren Ablauf rückgängig gemacht werden! Laut Gesetz ist der Wechsel nicht an eine Schriftform gebunden. Es genügt, ab dem 1. Januar in seinen eigenen Rechnungen die Umsatzsteuer auszuweisen und beim Finanzamt pünktlich die Umsatzsteuervoranmeldungen einzureichen. „In der Praxis ist es jedoch besser, dem Finanzamt den Wechsel anzuzeigen und sich über seine künftigen steuerlichen Verpflichtungen zu informieren“, rät Ecker.

Für Kleinunternehmer gilt: Sie müssen ihren Geschäftssitz in Deutschland haben und ihre Umsätze dürfen im vergangenen Kalenderjahr 17.500 Euro nicht überschritten haben. Für Gründer gilt der voraussichtliche Umsatz. „Wird die Tätigkeit jedoch im laufenden Jahr aufgenommen, so wird der angenommene Umsatz auf das ganze Jahr hochgerechnet“, warnt [Name]. „Ein Beispiel: Die Tätigkeit beginnt am 1. Juli und der Jungunternehmer erwartet für das restliche halbe Jahr einen Umsatz von 12.000 Euro. Der Jahresgesamtumsatz beträgt demnach 24.000 Euro.“ Damit dürfe der Gründer nicht als Kleinunternehmer starten.

(Redaktion MediaService Osnabrück)


 


 

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