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Volkswerft dockt Scandlines-Fähre aus

Fährschiff "Berlin" ab März 2012 zwischen Warnemünde und Gedser auf Kurs

Mit dem sogenannten Roll-Out hat am Donnerstag auf der Stralsunder Volkswerft das Ausdocken einer neuen Ostseefähre für die Reederei Scandlines begonnen. Dazu ist der Rohbau des nach Angaben der Werft 169 Meter langen und 25 Meter breiten Fährschiffs auf 42 rollenden Kielwagen durch das Tor der Montagehalle ins Freie gerollt worden. Dabei leuchtete ein Höhenfeuerwerk im Abendhimmel über dem Werftgelände.

Von Ralph Sommer

Am Freitag (2.12.) soll der mehrere Tausend Tonnen schwere Neubau mit einem 275 Meter langen Schiffslift in den elf Meter tiefen Strelasund abgesenkt werden. Zu der Zeremonie wird auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) erwartet. Der Rohbau soll in den nächsten vier Monaten am Ausrüstungskai der Volkswerft fertiggestellt werden.

Unter dem Namen "Berlin" soll das neue Fährschiff voraussichtlich im März 2012 seine Jungfernfahrt im Fährbetrieb zwischen Rostock und Gedser (Dänemark) antreten. Etwa zwei Monate später soll das Schwesterschiff "Copenhagen" seinen Dienst aufnehmen, das ebenfalls derzeit in Stralsund gebaut wird.

Insgesamt investiert die Reederei Scandlines 230 Millionen Euro in den Ausbau der deutsch-dänischen Fährlinie. Neben dem Neubau der beiden Fähren, die die bisherigen Fährschiffe "Kronprins Frederik" und "Prins Joachim" ersetzen, werden auch Hafenanlagen in Warnemünde und Gedser modernisiert und ausgebaut. An Bord der bis 20,5 Knoten (38 Kilometer pro Stunde) schnellen Fähren können bis zu 1.500 Passagiere, 460 Pkw oder 90 Lkw aufgenommen werden. Das Ein- und Ausschiffen wird nach Reedereiangaben nur etwa 15 Minuten dauern.

Beschäftigung bis 2013 weitgehend gesichert

Die Volkswerft Stralsund gehört seit 2010 zusammen mit der Peenewerft in Wolgast zur P+S Werften GmbH. Der ostdeutsche Werftenverbund verfügt gegenwärtig über einen Auftragsbestand von 21 Neubauten. Das garantiere bis mindestens 2013 Arbeitsplätze von 1.800 Beschäftigten und Lehrstellen für 150 Auszubildende, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe.

Baufinanzierung bleibt problematisch

Allerdings bleibe die Finanzierung von Schiffsneubauten weiter problematisch. Für die Umsetzung bestehender Aufträge bedürfe es weiterer Gespräche mit Kreditoren und Versicherungen, sagte der Minister nach einem Gespräch mit der Geschäftsführung.

Beide Werften konzentrierten sich jetzt weniger auf einfache Containerfrachter, sondern auf wertintensive Spezialschiffe wie Offshore-Versorger, Kabelleger, Fähr- und Marineschiffe. In Wolgast bereite man zudem den Bau von Stahlkonstruktionen für Offshore-Windanlagen vor. Bund und Land bürgen für beide Werften mit Krediten über 326 Millionen Euro.

(dapd )


 


 

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