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Winterreifen

Konkretere Vorschriften und höhere Strafen

Die am Freitag vom Bundesrat beschlossene Konkretisierung der Winterreifen-Verordnung sorgt laut ADAC endlich für mehr Klarheit bei Verkehrsteilnehmern: Wenn die Neuregelung nach der Veröffentlichung in Kraft getreten ist, dürfen Autofahrer in wenigen Tagen nicht mehr mit Sommerreifen auf vereisten oder verschneiten Straßen unterwegs sein. Ebenso vom Bundesrat verabschiedet: Das Modell "Begleitetes Fahren ab 17" wird nach erfolgreicher Probephase dauerhaft eingeführt.

Für die weitaus meisten Autofahrer, die in der kalten Jahreszeit bereits mit Winter- oder Ganzjahresreifen unterwegs sind, ändert sich nichts. Der Gesetzgeber verzichtete auf eine generelle, zeitlich begrenzte Winterreifenpflicht ohne witterungsbedingten Anlass. Wer jedoch mit seinem Pkw bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte ohne die sogenannten M+S-Reifen unterwegs ist, muss ab kommender Woche mit einem Bußgeld von 40 Euro rechnen. Sorgt er dabei für Behinderungen, beispielsweise an Steigungen, sind 80 Euro fällig. Auch die Polizei muss sich ins Zeug legen: Ihr fehlten im Winter 2009/2010 vielerorts geeignete Winterreifen, da die in vielen Bundesländern eingesetzten Mehrzweckreifen der extremen Kälte nicht gewachsen waren.

Der ADAC empfiehlt entgegen der vorgeschriebenen Profiltiefe von 1,6 Millimetern ein Mindestprofil von 4 mm. Dieses sorgt nach Einschätzung der Experten für wesentlich besseren Halt und kürzere Bremswege auf winterlichen Straßen.

Fahranfänger: Begleitetes Fahren bleibt

Mit dem aktuellen Beschluss des Bundesrates wurde zudem das Begleitete Fahren ab 17 dauerhaft im Gesetz festgeschrieben. Es ermöglicht Führerscheinanwärtern mit 16,5 Jahren die Anmeldung an einer Fahrschule und mit 17 Jahren bereits die Prüfung. Nach bestandener Prüfung darf er in Begleitung eines Erwachsenen (mindestens 30 Jahre alt, fünf Jahre Führerschein, weniger als drei Punkte im Verkehrszentralregister) ein Fahrzeug lenken.

Der ADAC sieht in der Einführung des Begleiteten Fahrens einen ersten wichtigen Schritt zur Verbesserung der Fahrausbildung. Vor allem in der Zeit unmittelbar nach dem Führerscheinerwerb passieren viele Unfälle, die auf mangelnde Gefahreneinschätzung und erhöhtes Risikoverhalten zurückgehen, so der Verband. Deshalb sollten Fahranfänger auch nach dem eigentlichen Führerscheinerwerb weiter begleitet und gezielt geschult werden, fordert der ADAC.

(Redaktion)


 


 

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