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Manche Konsumenten verzweifeln am Regal

Verbraucherschützer bemängeln schwer lesbare Etiketten

Nur mit Lupe zu entziffern oder überhaupt nicht auffindbar: Pflichtangaben zu Lebensmitteln sind Verbraucherschützerangaben zufolge meist schwer zu lesen. Wie die Verbraucherzentrale Hamburg am Freitag mitteilte, haben bei 14 von 16 getesteten Produkten die Etiketten eine "deutlich zu kleine Schrift".


Nicht einmal die von 2014 an vorgeschriebene Mindestschriftgröße von 1,2 Millimetern sei bei diesen Waren eingehalten worden. "Viele Verbraucher, insbesondere ältere Menschen, empfinden die Situation als unzumutbar", sagte Silke Schwartau, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Hamburg.

Bei dem Test suchten 90 Personen nach Kennzeichnungen wie zum Beispiel dem Fettgehalt, den Hauptzutaten, einem Allergiehinweis oder dem Mindesthaltbarkeitsdatum. Bei jedem siebten Mal verlangten die Teilnehmer eine Lupe, erklärte die Verbraucherzentrale.

Genauso oft konnten die Testpersonen die Angaben überhaupt nicht finden - etwa weil auf der Verpackung zu viel Text gewesen sei. Der holländische Hersteller Bip habe bei einem Überraschungs-Ei aus Plastik die Zutaten sogar in 26 Sprachen angegeben. "Die Lebensmittelindustrie kommt ihrer Informationspflicht nicht nach, sondern überfrachtet ihre Verpackungen mit unverständlichen Informationen", sagte Verbraucherschützerin Schwartau.

In Großbritannien oder den USA würden wichtige Angaben übersichtlich in Tabellenform angeordnet und seien gut lesbar.

(dapd )


 


 

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