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TUI rutscht tiefer in die roten Zahlen

Die Unruhen in Nordafrika und Verluste der Containertochter Hapag-Lloyd haben Europas größten Reisekonzern TUI im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres tiefer in die roten Zahlen gedrückt.


Claus-Peter Tiemann

Der Konzern meldete am Mittwoch in Hannover einen um mehr als 40 Millionen Euro höheren Nettoverlust von 137 Millionen Euro für die Monate Oktober bis Dezember. Der Umsatz stieg um fast fünf Prozent auf 3,45 Milliarden Euro.

TUI begründete die Abwärtsentwicklung mit rund 30 Millionen Euro zusätzlicher Verluste wegen der Unruhen in den nordafrikanischen Zielgebieten, sowie knapp zehn Millionen Euro zusätzlicher Verluste der Reedereitochter Hapag-Lloyd, aus der TUI sich gerade zurückzieht.

Rote Zahlen sind in der Reisebranche im Winterhalbjahr üblich, weil Vorleistungen für Hotels und ähnliches anfallen. Für das Gesamtjahr rechnet der TUI-Vorstand weiter mit Gewinnen. TUI berichtete von steigenden Einnahmen aus Spezialreisen, bei denen der Konzern höhere Gewinne als bei klassischen Pauschalreisen einstreichen kann.

Der seit vielen Jahren von hohen Schulden belastete Konzern kündigte an, zum Ende des Geschäftsjahres im Herbst solle TUI schuldenfrei sei. Dazu trage auch der Verkauf des weiteren Anteils an Hapag-Lloyd bei, der bis Jahresmitte 700 Millionen Euro in die Kasse spülen soll.

TUI verkauft weitere 17,4 Prozent der Reederei an das Hamburger Konsortium Albert Ballin, wie am Dienstag bekannt wurde. Die restlichen 22 Prozent, die noch bei TUI bleiben, kann der Konzern ab Jahresmitte an die Börse bringen. Ende 2011 lagen die Schulden bei 2,4 Milliarden Euro, 700 Millionen Euro niedriger als ein Jahr zuvor. Größter Anteilseigner von Hapag-Lloyd wird nach dem Verkauf das Land Hamburg sein.

(dapd )


 


 

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