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Öl lässt Rohstoffpreise weiter steigen - Kraftstoffpreise kratzen an Rekordhoch

Der anhaltende Konflikt in Libyen treibt den Ölpreis weiter nach oben. Ein Barrel (159 Liter) des für Europa wichtigen Nordseeöls der Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag 123,7 Dollar, gut einen Dollar mehr als am Dienstag. Zuletzt war das Rohöl vor mehr als zwei Jahren so teuer.

Im Monat März hatte der Preis für Öl der Sorte Brent nach Angaben des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) um 11,4 Prozent zugelegt. Der wiederholte Anstieg macht sich bei den Rohstoffpreisen bemerkbar. Der am Mittwoch veröffentlichte entsprechende HWWI-Index stieg um 8,1 Prozent auf US-Dollar-Basis. In Euro fiel die Steigerung mit 5,4 Prozent etwas geringer aus.

Der Anstieg des Ölpreises schlug in der vergangenen Woche auch wieder an Deutschlands Tankstellen durch. Die Benzinpreise stiegen erneut stark an. Wie der ADAC am Mittwoch mitteilte, kostete ein Liter Superbenzin (E10) im bundesweiten Durchschnitt 1,562 Euro. Noch vor einer Woche war der Kraftstoff 4,1 Cent günstiger. Vom höchsten jemals registrierten Tagesdurchschnittspreis im Juli 2008 ist Superbenzin damit nur noch 2,3 Cent entfernt.

Einen erneuten Preisanstieg mussten auch die Fahrer von Diesel-Pkw hinnehmen. Der Kraftstoff verteuerte sich laut ADAC um 1,6 Cent auf 1,450 Euro je Liter. Grund sei die sprunghafte Verteuerung von Rohöl.

Getreidepreise geben nach

Ohne Energie gab der HWWI-Rohstoffindex im März im Vergleich zum Vormonat 1,5 Prozent (auf Dollar-Basis) nach. Dabei sanken die Preise für Nickel (minus 5,1 Prozent), Zink (minus 4,7 Prozent) und Kupfer (minus 3,4 Prozent) stark. Preisdämpfend bei Kupfer wirkte sich den Angaben zufolge aus, dass die Lagerbestände in China gut gefüllt waren und dort zunehmend Kupferschrott angeboten wurde.

Der Preis für Kautschuk verbilligte sich deutlich um 13,8 Prozent im Monatsvergleich: Grund ist die Erdbebenkatastrophe in Japan, die zum Stillstand in Autofabriken und damit einem geringeren Kautschukverbrauch für die Reifenherstellung führte.

Der HWWI-Rohstoffindex für Getreide fiel im März um 3,5 Prozent (in Dollar). Während sich der Preis für Weizen um 8,2 Prozent verbilligte, kostete Reis 4,7 Prozent weniger.

(dapd )


 


 

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