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Paketbomben in Rom

Wachsamkeit nach Anschlägen in Italien

Nachdem bekannt geworden ist, dass die in italienischen Städten verübte Anschlagsserie auf das Konto von anarchistischen Gruppen zurück geht, atmet Deutschland und Europa auf, denn noch zu frisch stecken die jüngsten Anschlagswarnungen in den Gliedern. Ein am Dienstag in der U-Bahn Roms gefundenes Bombenpäckchen hatte sich zuvor als harmlos herausgestellt.

Doch während man einerseits aufatmet, dass es sich nicht um Dschihadisten handelt, ist es zugleich auch eine Mahnung: Paketbomben erreichten in den vergangenen Monaten Athen, Berlin und Rom. Sie alle stammen nach eigenem Bekunden von Anarchisten. Selbige hatten eine Nachricht in den Bombenpäckchen deponiert. 

Braut sich im Süden Europas etwas zusammen?

Derzeit ist noch nicht abschätzbar, ob sich im Süden Europas womöglich eine neue Form des Extremismus zusammenbraut - dazu ist das Phänomen noch zu jung. Während im Kalten Krieg bei Anschlägen und vermeintlichen Industrieunfällen vielfach Geheimdienste ihre Finger mit im Spiel hatten, um gegnerische Staaten vorzuführen oder zu destabilisieren, ist diese Gefahr in den vergangenen zwei Jahrzehnten eklatant gesunken. Bei Dschihadisten lautete das Motto untereinander in den vergangenen Jahren vielmehr: Man kennt sich, man hilft sich. Aber auch kriminelle Gruppierungen wie die Mafia mischten in der Vergangenheit immer wieder mal mit. Nicht zuletzt blieben manche Anschläge mysteriös, weil der Hintergrund nie aufgedeckt werden konnte. Zuweilen gibt es Gruppen, die nahezu jeden Anschlag für sich reklamieren.

Griechen informieren sich in Rom

Nur eins ist bis dato sicher: Während im November Botschaften ausländischer Staaten in Athen und das Berliner Kanzleramt das Ziel der Anschläge waren, waren es im Dezember ausländische Botschaften in Rom. Zwei Menschen wurden durch die Detonantion schwer verletzt. Die Stoßrichtung der Täter deutlich erkennbar. Die in Italien zum Einsatz gekommenen Sprengsätze sollen zudem Ähnlichkeiten zu jenen Bomben aufweisen, die kürzlich erst die Hauptstadt Griechenlands erschütterten. Daher stehen die Fahnder beider Länder in engem Kontakt. Ihr Ziel ist es, die Täter zu identifizieren, sie aus der Dunkelheit der Anonymität zu holen und ihre möglichen Finanziers und persönlichen Hintergründe auszuleuchten. Gleichzeitig läuft die Uhr: auch weitere Folge-Anschläge können schließlich nicht ausgeschlossen werden. Aktuell erhöhen daher europaweit alle ausländischen Botschaften ihre Sicherheitsvorkehrungen.

(Red. / oy)


 


 

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