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Hannover Rück lässt Gewinneinbruch hinter sich

Die weltweit drittgrößte Rückversicherung Hannover Rück hat nach dem Gewinneinbruch in den ersten drei Monaten im zweiten Quartal ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht. Die Aufwendungen des Unternehmens für Großschäden hätten von April bis Juni unter dem erwarteten Wert gelegen. Dies habe dazu geführt, "dass wir für das zweite Quartal ein Ergebnis im Rahmen unserer Erwartungen erzielen konnten", erklärte der Vorstandsvorsitzende Ulrich Wallin am Montag in Hannover.

Wallin bekräftige das Ziel, einen "angepeilten Jahresgewinn in Höhe von rund 500 Millionen Euro zu erreichen". Nach dem schwierigen ersten Quartal mit einer Großschadensbelastung von 572 Millionen Euro hatte das Unternehmen sein Gewinnziel für 2011 von 650 Millionen und 500 Millionen Euro reduziert.

Im zweiten Quartal musste der Rückversicherer lediglich 53 Millionen Euro für Großschäden aufwenden. Die Gewinnprognose steht unter dem Vorbehalt, dass sich die Großschäden nun bis Jahresende im Rahmen des Erwarteten bewegen und es zu keinen einschneidend negativen Entwicklungen an den Kapitalmärkten kommt.

Gewinn erreicht Vorjahresniveau

Das operatives Ergebnis der Hannover Rück halbierte sich im ersten Halbjahr mit 246,8 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreswert von 490,7 Millionen Euro fast. Auch der Halbjahresgewinn blieb mit 218,5 Millionen Euro um 29,7 Prozent hinter dem Vorjahreswert (310,6 Millionen Euro) zurück.

Allerdings fiel das Ergebnis des zweiten Quartals verglichen mit dem Vorjahr besser aus. Das von April bis Juni erzielte operative Ergebnis von 200,6 Millionen Euro näherte sich der Größenordnung des Vorjahreszeitraums (251,9 Millionen Euro) an. Der Gewinn der Hannover Rück nach Steuern lag aufgrund einer stark gesunkenen Steuerlast mit 166,2 Millionen Euro in den drei Monaten sogar über dem Vorjahreswert (159,6 Mio. Euro).

Kräftiges Prämienwachstum erwartet

Seine Bruttoprämieneinnahmen konnte der Rückversicherer im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr um 6,4 Prozent auf 6,04 Milliarden Euro erhöhen. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen wegen der "sehr zufriedenstellenden Bedingungen an den internationalen Rückversicherungsmärkten" sogar ein Prämienwachstum von sieben bis acht Prozent. Vor allem in der Schaden-Rückversicherung erwarte man "eine weiterhin positive Entwicklung der Prämien", hieß es.

Auch in der Personen-Rückversicherung rechnet das Unternehmen wegen der Alterung der Bevölkerung in vielen Staaten und eines steigenden Vorsorgebewusstseins mit einer erhöhte Nachfrage. Der Halbjahresgewinn der Personen-Sparte von 73,9 Millionen Euro habe die Erwartungen jedoch nicht vollständig erfüllt, erklärte das Unternehmen.

Die Hannover Rück musste für Risiken aus Versicherungen gegen Berufsunfähigkeit in Australien zusätzliche Reserven von 20 Millionen Euro bilden, die sich negativ auf das Ergebnis auswirkten. Die Erträge aus Kapitalanlagen konnte das Unternehmen im ersten Halbjahr um 22 Prozent auf 672,8 Millionen Euro erhöhen.

(dapd )


 


 

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