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Trotz RWE-Abmahnung

Solarworld wirbt weiter mit RWE-Schriftzug

Mit einer Plakatkampagne eckt der Solarmodul-Hersteller Solarworld aus Bonn beim Energieriesen RWE an. Dieser forderte Solarworld am Dienstag dazu auf, die Werbung einzustellen.

Nachdem RWE in den vergangenen Wochen öffentlich immer mehr in Bedrängnis geraten war, weil der Konzern im Schatten der Fukushima-Katastrophe juristisch gegen die Stilllegung des Atommeilers Biblis vorgehen wollte, hatte Solarworld-Chef Frank Asbeck die Gunst der Stunde genutzt und flächendeckend im Versorgungsgebiet von RWE ein Plakatmotiv für das Unternehmen schalten lassen, welches den RWE-Claim "VoRWEg gehen" sprichwörtlich durch den Kakao zieht und zur Produktion von "Eigenstrom" - natürlich mit Photovoltaikmodulen - aufruft (business-on.de berichtete). Solarworld ist weltweit einer der größten Hersteller solcher Module.

Zwar darf man unterstellen, dass die Plakatkampagne in erster Linie der Absatzsteigerung von Solarworld-Photovoltaikanlagen dient, dennoch lud Asbeck - selbst Mitglied der Grünen - die Kampagne energiepolitisch auf, indem er RWE unterstellte, dass bei anderen Energiekonzernen wie EnBW und Eon mittlerweile ein Umdenken stattfgefunden habe, während RWE weiter an der Atomkraft als Energiequelle festhalte. Sein bisheriges gesellschaftliches und soziales Engagement verleiht Asbeck dabei eine hohe Glaubwürdigkeit. Dabei plant und betreibt der Essener RWE-Konzern auch zahlreiche Windkraftparks im In- und Ausland.

RWE: Logo als Blickfänger missbraucht

RWE sieht durch die Solarworld-Kampagne allerdings sein Markenlogo als Blickfänger missbraucht. Der Konzern forderte Solarworld daher am Dienstag öffentlich dazu auf, die eigenwillige Kampagne umgehend einzustellen. Aber auch am Mittwochabend  konnte man im Internetangebot von Solarworld weiter E-Cards mit dem Plakatmotiv verschicken. Neben dem verfremdeten RWE-Schriftzug ebenfalls darauf zu sehen: eine stilisierte Anti-Atom-Sonne. Ob womöglich nur die Frist der RWE-Anwälte bislang noch nicht abgelaufen ist oder Solarworld es auf eine Konfrontation mit dem Essener Energieriesen ankommen lässt, war am Mittwochabend noch unklar.

Aktualisiert: 21.4.2011

(Red. / oy)


 


 

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