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Schadenersatzklage

Kirch-Prozess gegen Deutsche Bank wird weitergeführt

Der Prozess Leo Kirchs gegen die Deutsche Bank wird auch nach dem überraschenden Tod des Medienunternehmers fortgesetzt. Kirch habe bereits vor seinem Tod entsprechende Vorsorge getroffen, dass die Ansprüche gegen die Deutsche Bank durchgesetzt werden, sagte ein Sprecher der Familie am Donnerstag in München der Nachrichtenagentur dapd.

Der Prozess werde durch den Tod nicht infrage gestellt. Kirch war am Donnerstagvormittag in München im Alter von 84 Jahren nach langer Krankheit gestorben.

Seit der Pleite seines Film- und Fernsehkonzerns im April 2002 hatte Leo Kirch die Deutsche Bank mit Schadenersatzklagen und Strafanzeigen überzogen. Der damalige Bankchef Rolf Breuer habe ihn gezielt in die Insolvenz getrieben, als er seine Kreditwürdigkeit in einem Fernsehinterview im Februar 2002 bezweifelte, lautete Kirchs These.

Auch Friede Springer wird vernommen

Nachdem zuletzt Ende Juni vor dem Münchener Oberlandesgericht über den Fall verhandelt worden ist, sind für Ende Oktober mehrere ehemalige Vorstandsvorsitzende und Vorstände von Commerzbank, Dresdner Bank, Hypovereinsbank und BayernLB als Zeugen geladen. Das Gericht will wissen, ob Breuers Interview die Kreditvergabe der anderen Banken beeinflusste.

Am 14. November will das Gericht auch die Verlegerin Friede Springer vernehmen. Kirch hatte damals seine Beteiligung am Axel-Springer-Verlag für einen Kredit an die Deutsche Bank verpfändet.

(dapd )


 


 

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