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Viele Schlecker-Filialen für immer zu

2.200 Drogeriemärkte hatten am Wochenende zum letzten Mal geöffnet

Rund 2.200 Schlecker-Filialen in ganz Deutschland haben am Wochenende zum letzten Mal ihre Türen geöffnet. Nach der Insolvenz der Drogeriemarktkette erwartet damit nun unmittelbar 9.500 Angestellte die Kündigung. Weitere Mitarbeiter aus den Warenlagern werden dann im April ihren Job verlieren. Insgesamt fallen rund 11.200 Stellen weg. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) appellierte daher an die Länder, den Betroffenen zu helfen.

"Hier geht es nicht um die Rettung eines angeschlagenen Konzerns, sondern darum, die Mitarbeiterinnen nicht fallen zu lassen", sagte von der Leyen der Onlineausgabe der Tageszeitung "Die Welt". Die Förderbank KfW würde einen Kredit geben, wenn die Länder für diesen bürgten. "Ich hoffe, dass jetzt alle Bundesländer ihren Teil zur Lösung beisteuern", sagte die Ministerin. Transfergesellschaften seien die beste Übergangslösung für die Betroffenen.
Hoffen auf die Auffanglösung

Der Sinn dieser Gesellschaften ist nach den Worten von Baden-Württembergs Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid zwischen "unumstritten". Der SPD-Politiker zeigte sich im Deutschlandradio Kultur zuversichtlich, dass die nötigen 70 Millionen Euro nur eine Überbrückungshilfe seien, um den KfW-Kredit abzusichern. "Nach sechs Monaten muss der Insolvenzverwalter aus der Insolvenzmasse oder aus Erträgen des dann reduzierten Schlecker-Konzerns den Kredit zurückzahlen", sagte Schmid.

Auch die Schlecker-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Christel Hoffmann hofft auf eine Transfergesellschaft. Dies wäre eine gute Lösung, sagte sie im Deutschlandfunk. Damit seien die Gekündigten finanziell zumindest einigermaßen abgesichert und hätten zudem die Chance auf Weiterbildungsmaßnahmen, "um dann auf dem Arbeitsmarkt möglichst schnell vermittelt zu werden".

"Wir sind optimistisch, dass das klappt", sagte ein Sprecher des vorläufigen Schlecker-Insolvenzverwalters Arndt Gewitz mit Blick auf die Finanzierung der Transfergesellschaften. Das Vorgehen sei mit den Gläubigern abgesprochen. Die Vorbereitungen seien bereits so weit abgeschlossen, dass die Gesellschaften bereits in den Tagen darauf die Arbeit aufnehmen könnten.

Kündigungsschreiben erst Mitte der Woche

Solange wird es auch keine blauen Briefe geben, die Kündigungen werden nicht vor Mitte der Woche verschickt. "Wir werden abwarten, bis der Finanz- und Wirtschaftsausschuss des baden-württembergischen Landtags getagt hat", sagte der Geiwitz-Sprecher. Der Ausschuss kommt am Mittwoch zusammen und soll über eine Lösung für den KfW-Kredit entscheiden.

(dapd )


 


 

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