Sie sind hier: Startseite Weser-Ems Business-News
Weitere Artikel
Tierseuche

Aigner besorgt über Ausbreitung des Schmallenberg-Virus

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hat sich besorgt über die Ausbreitung der neuen Tierseuche gezeigt. Ausgelöst wird sie vom sog. Schmallenberg-Virus. Auch bis zum Freitag hat sich wieder die Zahl der nachgewiesenen Fälle wieder erhöht.

"Wir nehmen die Situation sehr ernst", sagte Aigner im Interview mit der in Essen erscheinenden "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (Montagausgabe). Die Zahl der betroffenen Bestände werde nach Experten-Einschätzung weiter steigen. 

Beim Schmallenberg-Virus handelt es sich um ein exotisches Orthobunya-Virus. In Deutschland trat es bislang bei Rindern, Schafen und Ziegen auf. Bei trächtigen Rindern, Schafen und Ziegen treten nach einer Virus-Infektion meistens Fehlbildungen des Nachwuchses und Totgeburten auf (business-on.de berichtete). Das Virus stellt nach Angaben des Friedrich-Löffler-Instituts für Tiergesundheit (FLI) kein Risiko für den Menschen dar.

Aigner: Rinderbestände bedroht

Bislang seien Tot- und Missgeburten vor allem aus Schafherden gemeldet worden, es sei aber zu befürchten, dass in den kommenden Wochen auch viele Rinderbestände betroffen sein könnten, so Aigner gegenüber der Zeitung. "Viele Bauern kommen dadurch in eine schwierige Lage.". Man wolle daher Hilfsmöglichkeiten für die Landwirte prüfen.

Derzeit werden personelle Kapazitäten bei Bund und Ländern mit der Entwicklung eines massentauglichen Antikörpertests und eines Impfstoffs gebunden. Deren Entwicklung kann allerdings noch Monate in Anspruch nehmen.

Nachweise nehmen weiter zu

Nach Angaben des Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit FLI in Greifswald konnte bis zum Freitag bei Tieren in 434 Betrieben (+57) das Schmallenberg-Virus  festgestellt werden. Betroffen sind demnach 13 Rinder- (+3), 402 Schaf- (+52)und 19 Ziegenhaltungen (+2).

Die Fälle traten in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen (7 Rinder-, 185 Schaf-, 6 Ziegenhaltungen), Niedersachsen (1 Rinder-, 62 Schaf-, 3 Ziegenhaltungen), Hessen (41 Schaf-, 2 Ziegenhaltungen), Schleswig-Holstein (1 Rinder-, 44 Schafhaltungen), Rheinland-Pfalz (2 Bisons, 24 Schaf-, 3 Ziegenhaltungen), Baden-Württemberg (1 Rinder-, 3 Schaf-, 4 Ziegenhaltungen), Brandenburg (7 Schafhaltungen), Thüringen (10 Schafhaltungen), Sachsen-Anhalt (4 Schafhaltungen), Hamburg (1 Rinder-, 4 Schafhaltungen), Bayern (9 Schafhaltungen), Sachsen (9 Schafhaltungen) und Mecklenburg-Vorpommern (1 Ziegenhaltung) auf.

(Redaktion)


 


 

Schafhaltungen
Ziegenhaltung
Rinder
Schaf
Schmallenberg-Virus
Freitag
Aigner
Ausbreitung
Deren Entwicklung
Rinderbestände
FLI
Impfstoff

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Schafhaltungen" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: