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Datendieb beichtet

Noch mehr Prominente unterhalten Schwarzgeldkonten im Ausland

Mit dem Schwarzgeld direkt in den Tresor: Datendieb Heinrich Kieber schilderte dem Nachrichtenmagazin "Stern", wie viele Liechtensteiner Kontodaten er an Steuerfahnder verriet und was in den Akten alles gespeichert ist

Erstmals schildert der Datendieb Heinrich Kieber, durch dessen Informationen unter anderem der Steuerbetrug von Ex-Post-Chef Klaus Zumwinkel aufgedeckt wurde, wie Milliarden von Schwarzgeld (Definition Schwarzgeld) aus der ganzen Welt nach Liechtenstein geschafft wurden. Über Konten von Briefkastenfirmen, beispielsweise in Spanien oder Portugal, die indirekt der fürstlichen LGT Treuhand -treuhand-die-uebertragung-von-rechten-an-dritte-_id43347.html'>Treuhand gehörten, sei das Geld nach Liechtenstein geflossen, sagte der frühere LGT-Mitarbeiter in einem Exklusiv-Interview dem Hamburger Magazin "Stern". Bargeld hätten die Kunden durch eine geheime Stahltür im öffentlichen Parkhaus von Vaduz direkt in einen Tresorraum der LGT Treuhand fahren können. Kieber, der die Konto-Daten nach eigenen Angaben an insgesamt 13 Staaten weitergab, lebt heute an unbekanntem Ort im Zeugenschutzprogramm eines Geheimdienstes.

´Kleber: BND zahlte 5 Mio Euro

Allein der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) habe ihm fünf Millionen Euro für die Informationen gezahlt, sagte Kieber dem Nachrichtenmagazin. Insgesamt verfüge er nach eigenen Angaben über Daten von 3.929 Stiftungen, Gesellschaften und Trusts sowie von 5.828 natürlichen Personen. Davon, so Kieber, seien "46 PEP - politisch exponierte Personen - so wie der Zumwinkel. Zu meiner Überraschung bislang der einzige PEP, dessen Fall zumindest teilweise öffentlich wurde." Der Fall Zumwinkel wurde im Februar 2008 publik, der Ex-Chef der Post musste 3,9 Millionen Euro Steuern nachzahlen und wurde im Januar 2009 zu einer Strafe von einer Million Euro und zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.

Bank führte auch Buch über Privates

Die Mitarbeiter der LGT Treuhand hätten über vertrauliche Gespräche mit ihren Klienten minutiös Buch geführt, so Kieber. Die Notizen seien schließlich mit den Kontodaten abgespeichert worden. "Die Treuhänder wissen mehr als manche Ehefrauen oder die Kinder oder die Geschäftspartner." In den internen Vermerken habe er Geschichten lesen können "über Familienstreitigkeiten, Zweit- und Drittfrauen oder uneheliche Kinder". Der reichste Anleger, so Kieber, war ein italienischer Industriellen-Erbe mit 450 Millionen, der reichste Deutsche ein Düsseldorfer Geschäftsmann mit Anlagen von 35 Millionen Euro.

(Redaktion)


 


 

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