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Das Schweinegrippe-Dilemma

Tschernobyl-Fallout, BSE, Vogelgrippe haben der deutschen Lust am vermeintlich nahen Untergang skurrile Höhepunkte beschert. Schweinegrippe verspricht den nächsten. Das heißt nicht, dass es richtig wäre, behördliche Vorsorge zu unterlassen. Aber niemand sollte sich den Blick auf die Tatsachen vernebeln lassen.

Die sehen so aus: Zwar steigt die Zahl der Erkrankungen in Deutschland schnell. Die Rate problematischer oder gar tödlicher Verläufe ist aber winzig. Bei rund 40.000 registrierten Fällen ist kein Erreger aufgetaucht, der vom eher harmlosen H1N1-Virus abweicht. In Ländern der Südhalbkugel wie Australien hat zuletzt auch das gleichzeitige Hoch von Influenza und von Schweinegrippe keine Horror-Kombi-Erreger hervorgebracht.

Land: Finanzierung ist Antreiber

Wenn jetzt mit all den Warnungen vor Impfstoff-Engpässen eine "Es wird doch noch für mich reichen"-Stimmung geschürt wird, dann sollte eines nicht aus dem Blick geraten: Niedersachsen zum Beispiel hat größtes Interesse, dass seine bestellten 4,85 Millionen Impf-Dosen am Ende auch verabreicht sein werden - und vor allem bezahlt von den Krankenkassen.

(ots / Neue OZ)


 


 

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