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Wilhelmshaven

Schwertransport wohlbehalten auf Kraftwerksbaustelle angekommen

Am Lüneburgkai in Wilhelmshaven startete am späten Nikolaustag die letzte Etappe des Trafo-Schwertransportes zum Steinkohlekraftwerk des Betreibers GDF Suez. Zuvor war der 870-Tonnen-Transport im November im Siemens-Werk Nürnberg aufgebrochen und hatte über den Wasserweg Wilhelmshaven erreicht.

Gegen 23:30 Uhr in der Nacht passierte das aus zwei Fahrwerken bestehende Gespann die gesperrte Autobahn A 29. Dort hatte man eigens die Leitplanken entfernt. Für den Transport musste die Route über die Autobahnabfahrten und quer über die Fahrbahn gewählt werden, da der Transport für die Autobahnbrücke zu hoch war. Gegen 1:10 Uhr erreichte der Schwertransport schließlich über die gegenüberliegende wieder die Preussenstraße in Wilhelmshaven. 

Transport sitzt kurzzeitig fest

Immer wieder eilten Begleit-LKWs heran, die Stahlplatten geladen hatten. Selbige wurden auf die Wegstrecke regelmäßig vor dem Schwertransport ausgelegt, damit dieser sich nicht festfahren konnten - und wenig später wieder aufgeladen. Bei dem Abbiegemanöver fuhr sich der Transport jedoch im Nadelöhr, der engen Kurve der Autobahnabfahrt, kurzzeitig fest, sodass das beeindruckend lange Gespann mit einer Länge von 102 Metern sowie zwei Fahrgestellen mit jeweils 20 Achsen noch einmal zurück setzen musste. Mit beinahe schon pathetisch-anmutendem Elan knickten gleichzeitig Mitarbeiter das Autobahn-Hinweisschild in Richtung Oldenburg um, um die Straße für den Koloss frei zu machen. 

Zugfahrzeug Nummer drei half aus der Kurve

Nicht nur am vorderen Teil wurde der Transport von einem Zugfahrzeug gezogen, sondern auch von hinten von einem zweiten geschoben. Jedes Fahrzeug brachte dabei eine Leistung von 500 kW auf die Straße. Zusätzlich waren auch in den Fahrwerken noch zwei Antriebsachsen mit je 147 kW verbaut, so dass insgesamt 1.294 kW zur Verfügung standen. Gegen 1:30 Uhr reichte auch das nicht mehr: Zugfahrzeug Nummer drei wurde vor das erste Zugfahrzeug gespannt. Mit geballter Power von wurde der Transport schließlich aus der Kurve gezogen. Gegen 1:50 Uhr macht er sich auf dem weiteren Weg in Richtung Kraftwerk, wo er in der Nacht wohlbehalten eintreffen wird. Für mich ist die Nacht um 1:50 Uhr beendet - schließlich friert sich bei den herrschenenden Wintertemperaturen regelrecht den Hintern ab. Auch meine Schuhe sind völlig durchnässt.  Der größte jemals in Wilhelmshaven durchgeführte Schwertransport, war hingegen eine "coole" Sache.

(Onur Yamac)


 


 

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