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Neue Infrastruktur-Sparte

Siemens markiert den Ruhrpott auf der Kandidaten-Landkarte

Laut einem Bericht des "Tagesspiegels", ist beim Münchner Siemens-Konzern neben Berlin auch das Ruhrgebiet als deutschen Kandidat für die neue Siemens-Sparte "Infrastruktur und Städte" im Gespräch. Sie gilt als begehrt und einflussreich. Allerdings gibt es im Standort-Rennen auch starke Konkurrenz aus dem Ausland.

Die einzige Megacity, die man in Deutschland habe, sei eigentlich die Region Rhein-Ruhr, so Siemens Finanzvorstand Joe Kaeser in einem Interview mit dem "Tagesspiegel". "Man könnte auch argumentieren, dass wir deshalb dahin gehen sollten", so der Manager weiter. Eine Entscheidung sei allerdings noch nicht gefallen.

Während die Hauptstadt mit 3,5 Mio Einwohnern in das Rennen geht, kann das Ruhrgebiet mit rund 5,25 Mio Einwohnern aufwarten. Anders als an der Spree hat man sich an Rhein und Ruhr allerdings nicht selbst öffentlich ins Gespräch gebracht, sondern ist direkt von Siemens ins Gespräch gebracht worden. Aufhorchen dürften nun seit dem Sonntag die Bürgermeister der Ruhr-Metropolen zwischen Duisburg und Dortmund. Bislang war von dort nichts an die Öffentlichkeit gedrungen, was auf etwaige Siemens-Ansiedlungspläne hindeuten könnte. Ungewöhnlich für die Region, die sich strukturell und nach dem Kulturhauptstadt-Jahr erkennbar auch optisch im Wandel befindet.

Allerdings ist eins klar geworden: der Hauptstadt- Bonus scheint für Siemens bei der Entscheidungsfindung keine Rolle zu spielen. "Uns geht es mit unseren Technologien darum, allen Städten zu ermöglichen, ihre Aufgaben dank höherer Effizienz zu geringeren Kosten zu erledigen", sagte Kaeser in demselben  Interview. Dann fügte er hinzu: Das nütze letztlich auch Berlin.

Jahresumsatz von 16,5 Milliarden Euro

Ob das Kaeser-Statement letztlich dem Ruhrgebiet nützt, muss sich allerdings erst zeigen. Der Siemens-Gesamtbetriebsrat setzt sich zwar für einen Sitz der Sparte " Infrastruktur und Städte" in Deutschland ein, befürchtet aber, dass der Vorstand an London als Standort denkt. Die neue, vierte Sparte soll Aktivitäten mit einem Jahresumsatz von zuletzt 16,5 Milliarden Euro bündeln und weltweit 81.000 Mitarbeiter unter eine eigene Führung stellen.

(Redaktion)


 


 

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2 Kommentare

von Peter Scholz
06.09.11 17:12 Uhr
E-Mobilität

E-Mobilität
Vor 6 Jahren habe ich die am Transrapid beteiligten Unternehmungen darauf hingewiesen, daß ein auf PKW-Größe reduzierter Transrapid das Verkehrsmittel der zukunft wäre. Nun freue ich mich darüber, daß Siemens in dieses Geschäft einsteigt.

[keine Verlinkungen gestattet, die Red.]

von Peter Scholz
06.09.11 18:37 Uhr
sinnlos

Dann ist es auch sinnlos, Ihnen einen Kommentar zu senden. Die Verlinkung ist der Kern der Aussage.

 

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