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Emsland/Wilhelmshaven/Bremen

So versuchen Trickbetrüger an ihr Geld zu kommen

In der Weser-Ems-Region treiben nach Angaben der Polizei Trickbetrüger ihr Unwesen. Exemplarisch fassen wir an dieser Stelle drei Fälle aus den vergangenen Tagen zusammen. Die Taten fanden im Emsland, in Wilhelmshaven und Bremen statt. Die Polizei weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich auf ihr ausführliches Informationsnagebot im Internet hin.

Emsland/Grafschaft Bentheim: Betrügerische Schmuckverkäufer unterwegs

Lingen. Die Polizei im Emsland warnt vor einer Betrugsmasche, die von unbekannten Tätern in den letzten Wochen im gesamten Emsland und der Grafschaft Bentheim genutzt wird. An Autobahnabfahrten oder am Straßenrand stehen die Täter meistens mit älteren Fahrzeugen mit auswärtigen Kennzeichen und täuschen eine Notlage vor. Mal ist das Auto defekt oder hat keinen Kraftstoff mehr, mal sind die Schwiegermutter oder die Kinder die krank . Die südländischen Insassen der Autos, eventuell könnte es sich nach Polizeiangaben um Rumänen handeln, halten Autofahrer an und bitten diese um Hilfe in Form von Bargeld. Als Gegenleistung bieten sie angebliche Goldringe, Goldketten und anderen, angeblich wertvollen Schmuck als Pfand an. Wortreich erklären sie, dass der Wert des Schmuckes erheblich höher sei, als das erhaltene Bargeld. Zu dem versprochenen Rücktausch kommt es dann aber nie. In allen Fällen handelt es sich bei dem Schmuck um wertlose Messingware. Die Polizei warnt davor, auf diese Geschäfte einzugehen. Zeugen, die Hinweise auf solche Täter geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Trickbetrügerin in Wilhelmshaven unterwegs

Wilhelmshaven. Am Dienstag wurde gegen 10:45 Uhr in Wilhelmshaven ein 74-jähriger Mann mit einem Rollator von einer Frau mit der Masche "Wir kennen uns ja von früher" angesprochen. Durch geschicktes Fragen kam die Frau an die Wohnanschrift des 74-jährigen. Als der 74-jährige vor seiner Wohnung erscheint, wartet die Frau bereits auf ihn. Wieder durch geschickte Gesprächsführung gelang es der Frau in die Wohnung zu gelangen, wo sie dem 74-jährigen minderwertige Teppiche zu überhöhten Preisen verkaufen wollte. Aufgrund des Erscheines einer Angehörigen des 74-jährigen flüchtete die Frau hastig aus der Wohnung. Ein weiterer ähnlicher Vorfall ereignet sich gegen 12:45 Uhr im Bereich des Hauptbahnhofes. Dort wurde ein 75-jähriger Mann, ebenfalls mit einem Rollator, von der gleichen Frau angesprochen. Wieder gelang es der Frau, erfolgreich die Wohnanschrift zu erfragen. Als der 75-jährige nach Hause kam, wartete die Täterin auf ihn. Auch in diesem Fall gelangte sie in die Wohnung und versuchte im Gespräch Geldverstecke in der Wohnung zu erfragen. Auch in diesem Fall gelang es dem vermeintlichen Opfer eine Familienangehörige zu erreichen, woraufhin sich die Frau aus der Wohnung entfernt. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand der Polizei hat die Frau in beiden Fällen keine Geldbeträge erbeuten können. Bei der Frau handelt es sich nach Polizeianhaben vermutlich um eine Osteuropäerin, sie sprach gebrochen deutsch, ist ca. 40-60 Jahre alt, trägt dunkle Haare, sowie ständig eine schwarze Sonnenbrille und ist ca. 165 cm groß. Bei ihren Taten trug die Frau teilweise eine schwarze Tasche mit Decken bei sich. Die Polizei bittet Zeugen, die nähere Angaben zur Frau machen können, und mögliche weitere Geschädigte um Kontaktaufnahme. Weiter weist die Polizei nochmals eindringlich darauf hin, fremde Personen nicht in ihre Wohnung zu lassen und bei auffälligem Verhalten von Personen sofort die Polizei zu informieren.

Bremen: Falsche Handwerker und gefährliche Hilfesuchende unterwegs

Bremen. Gleich zweimal schlugen zum Wochenenanfang im Bremer Osten und in Bremen-Schwachhausen unbekannte Trickdiebe zu. Ein Mann in Zimmermannskleidung klingelte im Bremer Osten bei einer 87 Jahre alten Dame. Er hatte sich angeblich zuvor das Dach des Wohnhauses angeschaut und mehrere Defekte festgestellt. Der unbekannte Täter bot an, dieses für 1.100Euro zu reparieren. Mit einem Komplizen begab er sich daraufhin auf den Dachboden. Nach ca. einer Stunde gab er schließlich an, fertig zu sein und forderte die vereinbarte Summe. Die Tochter der alten Dame verhinderte nach Angaben der Bremer Polizei glücklicher Weise die Auszahlung. Eine fachgerechte Reparatur war nicht durchgefürht worden. Die falschen Handwerker werden wie folgt beschrieben: 1. Täter männlich, ca. 35 - 40 Jahre alt, ca. 180cm groß, südländisches Aussehen. Er war mit einer grauen Jacke, Zimmermannsbekleidung, einer Mütze mit Handwerkersymbol bekleidet und hatte eine deutsche Aussprache. 2. Täter männlich,  ca. 30 Jahre alt, ca. 180cm groß, Handwerkerbekleidung und schwarze Mütze. Der Täter hatte ein deutsches Aussehen und trug einen schwarzen Koffer bei sich.

Nur eine halbe Stunde später klingelte es bei einer 75 Jahre alten Frau in Bremen-Schwachhausen an der Tür. Eine unbekannte Trickdiebin, die unerwartet geklingelt hatte und vor der Tür stand, bat um ein Glas Wasser und wurde vom späteren Opfer in die Wohnung gelassen. Nachdem die Täterin die Wohnung wieder verlassen hatte, stellte die alte Dame fest, dass durch eine weitere unbekannte Person aus dem Schlafzimmer eine Schatulle mit Schmuck im Wert von mehreren Tausend Euro fehlte. Die Täterin wird wie folgt beschrieben: weiblich, ca. 35 Jahre alt, 175cm - 180cm groß, schwarze Haare.

Informationsangebot der Polizei schützt vor Trickbetrügern

Im Zusammenhang mit allen Taten weist die Polizei nochmals auf das umfangreiches Informationsmaterial und Beratungsangebot im Internet unter www.polizei-beratung.de hin.

(Redaktion)


 


 

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