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  • 30.10.2011, 07:29 Uhr
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Wiefelstede / Landkreis Ammerland

45 Mio-Euro-Solarpark in Betrieb genommen - 24 Tonnen Schrauben verbaut

Gemeinsam mit Wiefelstedes Bürgermeister Helmut Völkers und Ove Petersen, Geschäftsführer des Projektierers und Generalunternehmers GP Joule hat am Freitag Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) den „Solarpark Ammerland" offiziell in Betrieb genommen. Er befindet sich auf dem ehemaligen Fliegerhorstgelände in Oldenburg. Dort ist in den zurückliegenden Monaten der größte Solarpark in Niedersachsen errichtet worden.

Von Onur Yamac

Bei der Inbetriebnahme der Anlage hob Ministerpräsident McAllister hervor, dass bereits heute fast 25 Prozent der Stromerzeugung in Niedersachsenaus erneuerbaren Energien stammen. Bei der Nutzung der Wind- und Bioenergie sei Niedersachsen zudem  führend in Deutschland. Und bei der Photovoltaik belege das Flächenland inzwischen etwa 1.600 Megawatt installierter Leistung Platz 4 in Deutschland.

Mit einer elektrischen Spitzenleistung von über 20,8 Megawatt kann der "Solarpark Ammerland' im Durchschnitt bis zu 6.000 Vier-Personen-Haushalte mit Strom versorgen.

Die verbauten Dünnschichtmodule des Herstellers Q-Cells können auch bei Dämmerlicht oder Nebel Strom erzeugen und sind nicht alleine auf gute Lichtverhältnisse angewiesen. Der 57 Hektar große Solarpark auf Wiefelsteder Stadtgebiet umfasst fast 196.000-Module. Sie wurden vom Unternehmen Q-Cells aus Bitterfeld entwickelt und  in Deutschland hergestellt. Die Wechselrichter hat das Unternehmen RefuSol aus Metzingen produziert.

Solarpark auf 57 Hektar Fläche

Die Planungen für den Solarpark begannen im März 2011 und waren bereits im Juni abgeschlossen. Den anschließenden Bau und die Installation der Technik hat das beauftragte Unternehmen GP Joule von Juni bis Ende September 2011 realiseren können. Hierbei wurden auf 57 Hektar fläche 28.330 Pfosten und 196.000 Module verbaut. Sie werden u.a. von 160.800 Schrauben zusammen gehalten. Alleine letztere haben zusammen ein Gesamtgewicht von 24 Tonnen. Erworben hat die Investmentgesellschaft Aquila Capital insgesamt 84 Hektar Fläche auf dem Fliegerhorst.  

Das investitionsvolumen für den Solarpark umfasst rund 45 Mio. Euro, die Investmentgesellschaft Aquila Capital aus Hamburg aufbringt. Projektiert, geplant und errichtet wurde die Anlage vom Unternehmen GP Joule aus Reußenköge in Schleswig-Holstein.

Vor dem Bau ist das Gelände nach Angaben des verantwortlichen Unternehmens GP Joule von Fachfirmen zunächst umfassend auf Bomben und Munition untersucht worden. Hierbei konnte allerdings kein kritisches Material entdeckt werden.

Eines der größten Konversionsprojekte der Region

Der Oldenburger Fliegerhorst eines der größten Konversionsprojekte im Oldenburger Land, da der bisherige Eigentümer, der Bund, eine zivile Nachnutzung des ehemals militärisch genutzten Geländes anstrebt. Verwaltet wird das Gelände von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in Bonn.

Neben der gesetzlich garantierten Einspeisevergütung für Solarstrom macht auch die weiterentwickelte Technik den Solarpark für Investoren attraktiv. Zudem hat der Gesetzgeber sich darauf festgelegt, dass große Solarparks nur noch auf Konversionsflächen errichtet werden dürfen.

Weiterer Solarpark auf Gelände geplant

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Auf dem Oldenburger Teil des Fliegerhorstes will das Unternehmen IFE Eriksen AG einen Solarpark mit einer Leistung von 12,4 MW errichten. Dazu wird ein Areal der Größe von 26,7 Hektar mit insgesamt ca. 53.000 Solarmodulen bestückt. Das Gelände hierzu hat erst kürzlich die Stadt Oldenburg erworben und wird dazu einen Pachtvertrag mit dem ebenfalls in Oldenburg ansässigen Unternehmen abschließen. IFE Eriksen investiert nach eigenen Angaben rund 23 Mio. Euro in die Errichtung des eigenen Solarparks, der Ende 2011 in Betrieb gehen und im Durchschnitt 3.250 Haushalte versogen soll. Der erzeugte Strom wird in das Netz des Energieversorgers EWE eingespeist.

„Wir sehen vor, dass Bürger der Stadt Oldenburg sich in diesem Projekt finanziell engagieren können“, so Heiner Willers, ebenfalls Vorstandsmitglied der IFE Eriksen AG. Parallel zur Anlage auf dem Fliegerhorstgelände errichtet die IFE Eriksen AG derzeit auch einen Windpark mit 18,4 MW in der Wesermarsch. Beim Unternehmen geht man zudem davon aus, dass in der Region noch eine Vielzahl von weiteren Projekten realisiert wird. Als Begründung gibt man beim Unternehmen den beschlossenen Atomausstieg der Bundesregierung und die Bestimmungen des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) an - sprich: die Regelungen zur Einspeisevergütung für Strom aus Erneuerbaren Energiequellen in das Stromnetz.

(Red. / oy)


 


 

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