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EWE/Wingas-Erdgasspeicher Jemgum

Landesbergbauamt meldet Austritt von nahezu 100 Kubikmetern Sole

Wie das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) erst jetzt bekannt gab, ist auf dem Gelände des Erdgasspeichers Jemgum am 6. November 2011 gegen 22:00 Uhr Sole ausgelaufen. Das umfangreiche Kavernenprojekt wird von den Unternehmen EWE und Wingas vorangetrieben.

Der Vorfall wurde vom Unternehmen allerdings erst am 7. November 2011 gegen 11:00 Uhr der Außenstelle Meppen des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) gemeldet. Die zuständige Aufsichtsbehörde wurde damit 13 Stunden nach dem Eintritt des Ereignisses informiert. Bei dem Ereignis soll die große Menge von ca. 80 - 100 Kubikmetern Sole ausgetreten sein. Ob Feuerwehr oder Technisches Hilfswerk vor Ort überhaupt noch zum Einsatz kamen, ist unklar.

Bereits am Schadenstag war allerdings von Wingas ein Bodengutachter mit der Beprobung der betroffenen Flächen beauftragt worden. Im Umfeld des bewachten Bauprojektes befinden sich zahlreiche landwirtschaftlich genutzte Flächen.

Wasserbehörde erst einen halben Tag später informiert

Erst nach Eingang der Meldung am Montag informierte das LBEG die zuständige untere Wasserbehörde beim Landkreis Leer über den Vorfall. Anschließend nahm ein Mitarbeiter des LBEG vor Ort die Ermittlungen auf. 

Schadensursache ist nach erstem Kenntnisstand ein übergelaufener Behälter der Solbetriebseinrichtung. Die große Menge an Sole war demnach von einem vor Anlage befindlichen Auffangschacht schließlich in den Entwässerungsgraben gelaufen. Der genaue Grund des Austritts ist bislang unklar. 

Versalzung durch Soleintrag

Bei Sole handelt es sich um eine Salz-Wasser-Lösung. Bei der Errichtung von Kaverne  wird Salz aus unterirdischen Salzstöcken aufgelöst und ausgespült. In der oberirdischen Solanlage werden schließlich Feststoffe von dem salzangereicherten Wasser aus dem Solprozess getrennt. Die entstandene Sole wird in Jemgum zu einem überwiegenden Teil in die Nordsee eingebracht (business-on.de berichtete). Aufgrund ihres hohen Salzgehalts wird die Sole hierfür aber mit Wasser verdünnt. Den betroffenen Böden in Jemgum droht daher durch einen konzentrierten Sole-Eintrag womöglich die Versalzung. 

Zurzeit finden nach Angaben eines LBEG-Sprechers Abstimmungsgespräche mit dem Betreiberunternehmen über das weitere Vorgehen statt.

(FN)


 


 

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