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Erster Arbeitsmarkt

Niedersachsens Sozialministerin verfolgte Werdegang von Behinderten in Vechta

Versprochen ist versprochen. Neun Menschen mit Behinderungen überreichten am 12. Januar 2009 im Beisein von Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) ihren Antrag auf das Budget für Arbeit an die zuständigen Mitarbeiter ihrer Sozialämter. "In einem Jahr treffen wir uns wieder – ich möchte erfahren, wie es Ihnen ergangen ist", versprach die Ministerin damals.

Am Dienstag es soweit. In Vechta hat Mechthild Ross-Luttmann gemeinsam mit Karl Finke, dem Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen, die neun zu einem gemütlichen Kaffeetrinken geladen. Drei von ihnen ist der Sprung in den ersten Arbeitsmarkt inzwischen gelungen. Vier von ihnen schließen einen zweiten Anlauf nicht aus.

Behinderte: Anspruch besteht seit dem 1. Januar

"Menschen mit Behinderungen müssen eine echte Chance haben, sich in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren", sagt Niedersachsens Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann. "Mit dem Budget für Arbeit können Beschäftigte in Werkstätten für behinderte Menschen wählen, ob sie ihr Budget für eine Tätigkeit in einer Werkstatt oder auf dem ersten Arbeitsmarkt einsetzen. Wird das Arbeitsverhältnis aus behinderungsbedingten Gründen beendet, können die Behinderten in die Werkstatt zurückkehren. Damit geben wir eine zusätzliche Sicherheit, die mir besonders wichtig ist." Niedersachsenweit arbeiten rund 26.000 Menschen in Werkstätten für behinderte Menschen und 170 regionalen Zweigwerken.

Seit dem 1. Januar 2008 haben Menschen mit Behinderungen in Niedersachsen Anspruch darauf, sich ihre Rehabilitationsleistungen in Form eines so genannten Persönlichen Budgets auszahlen zu lassen. Beim Persönlichen Budget geht es darum, dem behinderten Menschen das Geld für seine Rehabilitationsleistungen zur Verfügung zu stellen und ihn so in die Lage zu versetzen, selbst zu entscheiden, wann er wo wie welche Leistungen einkauft.

"Es ist gut, wenn sich Menschen mit einer Behinderung zutrauen, auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Und ich freue mich, dass Arbeitgeber trotz der Wirtschaftskrise bereit sind, Ihnen die Chance auch zu geben." (Ministerin Mechthild Ross-Luttmann)

Das Budget für Arbeit ist die Umsetzung des Persönlichen Budgets für Beschäftigte einer Werkstatt für behinderte Menschen. Menschen mit Behinderungen erhalten den Betrag, den ihr Werkstattplatz kostet, um ihn mit zu einem Arbeitgeber auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu nehmen.

Erst 20 Behinderte nutzen die Möglichkeit

Das Budget für Arbeit wird zurzeit in Niedersachsen erst von etwa 20 Menschen in Anspruch genommen, hieß es am Donnerstag aus Hannover.

"Es ist gut, wenn sich Menschen mit einer Behinderung zutrauen, auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Und ich freue mich, dass Arbeitgeber trotz der Wirtschaftskrise bereit sind, Ihnen die Chance auch zu geben", sagt Mechthild Ross-Luttmann. "Unser Bemühen wird sein, das Budget für Arbeit auch in den nächsten Jahren kontinuierlich auszuweiten."

Das Budget für Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt wird für die einzelnen Berechtigten zunächst für zwei Jahre bewilligt. Es ist zu erwarten, dass in diesem Zeitraum eine erfolgreiche Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt erfolgt. Bei nachgewiesenem Bedarf wird das Budget verlängert.

(Redaktion)


 


 

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