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Bundestagswahl 2009

SPD verliert in Weser-Ems drei Mandate

Bei der Bundestagswahl 2009 hat die SPD in Weser-Ems deutliche Stimmenverluste hinnehmen müssen. Aufgrund der Einbußen bei den Erststimmen verloren die Sozialdemokraten Mandate in den Wahlkreisen 28 und 29 und 40. In Osnabrück, Oldenburg und Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch übernehmen künftig CDU-Kandidaten das Ruder. Alleine in Bremen bleibt - abgesehen von einer Personalie - alles wie es ist: dort konnten die beiden Kandidaten der SPD wieder in den Bundestag einziehen.

Freude bei der CDU: dort hatte man bei den Erststimmen prozentual insbesondere von der Linken sogar noch profitieren können. Deren Kandidaten nahmen der SPD vielfach wichtige Stimmanteile weg, sodass es in einigen der wenigen SPD-regierten Wahlkreise in Weser-Ems nicht mehr zum Einzug in den Bundestag reichte. Auch bei den Zweitstimmen schrumpfte das Ergebnis der Sozialdemokraten aufgrund dieses Effektes landesweit zusammen.

Niedersachsen: 6 Mio. Wahlberechtigte

In Niedersachsen waren 6.111.482 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt. Von ihrem Wahlrecht machten 4.482.701 (73,3 Prozent) Gebrauch. Die Zahl der ungültigen Stimmen auf Landesebene bewegte sich jeweils zwischen 1,3 (Erststimmen) und 1,1 Prozent (Zweitstimmen), da teilweise nur die Erststimme ungültig war und so die Zweitstimme so doch noch gezählt werden konnte. Im Vergleich zur Bundestwagswahl im Jahr 2005, sank die Wahlbeteiligung im Land damit auf einen neuenTiefpunkt.

Piratenpartei sichert sich 2 Prozent der Stimmen

Die SPD verlor im Vergleich zur Bundestagswahl 2005 im Land 13,9 Prozent der Zweitstimmen, während die CDU nur leicht um 0,4 Prozent einbüßte. Alle kleineren Parteien konnten in Niedersachsen im Vergleich zur letzten Bundestagswahl einstellig zulegen: die FDP um 4,4, die Grünen um 3,3 und Die Linke um 4,3 Prozent. Die Newcomer von der Piratenpartei kamen aus dem Stand auf 2 Prozent der Stimmen.

Wahlbeteiligung erreicht niedrigsten Stand

Insgesamt waren bei der Wahl zum 17. Deutschen Bundestag deutschlandweit 62.132.442 Bürger wahlberechtigt. Davon gaben auf Bundesebene 43.997.633 Wähler ihre Stimme ab. Die Zahl der ungültigen Stimmen lag jeweils zwischen 1,7 (Erststimmen) und 1,5 Prozent (Zweitstimmen). Auch hier gilt, dass die Erststimme teilweise ungültig war, sodass nur die Zweitstimme gezählt werden konnte. Im Vergleich zur Bundestagswahl 2005 sank die Wahlbeteiligung bei der diesjährigen Bundestagswahl mit 70,8 Prozent (2005: 77,7 Prozent) auf den niedrigsten Stand in der Nachkriegsgeschichte.

Unterschiedliches Abstimmungsverhalten

Die Zahlen auf Bundesebene unterscheiden sich teilweise deutlich von denen in Niedersachsen. Während die SPD auf Landesebene 29,3 Prozent der Zweitstimmen holte, waren es auf Bundesebene lediglich 23 Prozent. Die Stimmenanteile der CDU waren jedoch im Land mit 33,2 Prozent wiederum höher, als auf Bundesebene (27,3 Prozent). Dort muss jedoch noch die CSU mit den von ihr in Bayern erlangten 6,5 Prozent der Stimmen hinzugezählt werden (CDU/CSU: 33,8 Prozent). Die CSU verlor im Vergleich zur Bundestagswahl jedoch 0,9 Prozent der Stimmen. Auch auf Bundesebene konnten FDP (plus 4,7 Prozent),  Die Grünen (plus 3,2 Prozent) und Die Linke (plus 2,6 Prozent) mehr Wähler mobilisieren. Die junge Piratenpartei erlangte auch auf Bundesebene mit 2 Prozent der Stimmen genauso viele wie auf Landesebene. Für einen Einzug in den Bundestag ist dies aufgrund der 5-Prozent-Hürde noch nicht ausreichend, jedoch erhält die Partei für digitale Bügerrechte ab 0,5 Prozent der Stimmen Mittel aus der staatlichen Wahlkampfkostenrückerstattung. Der engagierte Wahlkampf der Bit-Bürgerrechtler hat somit Früchte getragen.

Buhlen um die Erstwähler

Offenbar haben die zahlreichen Kampagnen und Aufrufe zur Teilnahme an der Wahl im TV, Radio und Internet der Tendenz zur Wahlenthaltung nur entgegenwirken, sie aber nicht stoppen können. Insbesondere um junge Erstwähler war im Vorfeld massiv gebuhlt worden. Sie sollten sich an der Wahl beteiligen. Unter dem Strich bleibt für diese Bemühungen ein positives Fazit übrig. Allerdings müssen diese Bemühungen offensichtlich auch in Zukunft zur Mobilisierung von Wählern fortgesetzt werden.

Eine interaktive Karte mit den aktuellen Wahlergebnissen für alle Wahlkreise im Land Niedersachsen finden Sie im Internetangebot des Landeswahlleiters

(Redaktion)


 


 

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