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Osnabrück

Sprengung: Kampfmittelexperten sorgen für Erleichterung in der Friedensstadt

Zwei der vier im Boden gefundenen Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg ließen sich nach Angaben einer Stadtsprecherin während der durchgeführten Arbeiten nicht entschärfen und wurden deshalb heute vom Kampfmittelexperten des Landes Niedersachsen gesprengt.

Die Erleichterung ist in diesen Stunden groß in Osnabrück. Sowohl Bürger, wie auch die eingesetzten Experten vom Kampfmittelräumdienst können zufrieden sein, nachdem die beiden verbliebenen 250-Kilogramm-Bomben aus dem 2. Weltkrieg erfolgreich gesprengt werden konnten. Zuvor waren zwei andere Blindgänger erfolgreich entschärft worden. Anfangs war man sogar von fünf Blindgänger im Boden ausgegangen. Allerdings stellte sich nach Angaben der Stadt im Verlauf der Bergungsarbeiten heraus, dass ein Sprengkörper bereits unschädlich war und es sich lediglich um dessen Metallsplitter handelte. Die Arbeiten der Sprengstoffexperten fanden in einer Tiefe von zwei und fünf Metern statt. Um die Wucht der Detonation abzuschwächen, waren unmittelbar vor der Sprengung die beiden letzten Bomben mit Sandsäcken und Strohballen abgedeckt worden.

15.000 Menschen im Sperrgebiet evakuiert

Bereits seit heute früh, 9:00 Uhr wurden 15.000 Menschen in einem Sperrgebiet rund um die Fundstelle der Bomben evakuiert. Sie verbrachten die Zeit in Notunterkünften. Bettlägrige und alte Menschen waren von Hilfskräften im Vorfeld aus dem Gefahrenbereich gebracht worden. Hierfür hatte die Stadt Osnabrück im Vorfeld eigens eine Telefon-Hotline eingerichtet, an die sich ältere Menschen und deren Angehörige wenden konnten. Da aufgrund der Witterung nicht absehbar war, wie lange die Entschärfungsarbeiten dauern würden, hatte die Stadtverwaltung in den Tagen zuvor alle Betroffenen dazu aufgefordert, persönliche Dokumente, ggf. Windeln und Babynahrung sowie notwendige Medikamente mit in die Notunterkünfte zu nehmen. Bei der Räumung der Sperrzone handelt es sich um eine der größten jemals in der Geschichte der Stadt durchgeführten Evakuierungsmaßnahmen.

Zahlreiche Verkehrsbehinderungen

Durch die Sprengungen war sowohl der Autoverkehr, wie auch der Öffentliche Personennahverkehr in und um Osnabrück erheblich beeinträchtigt. Autofahrer konnten aus Richtung BAB 1 nicht über die Abfahrt Osnabrück-Hafen in die Stadt gelangen. Busse und Bahnen mussten aufgrund der Sprengungen z.T. den Betrieb einstellen. Die Nordwestbahn von Oldenburg und Bremen verkehrte bis zum Abschluss der Entschärfungsarbeiten gegen 18:30 Uhr nur bis Bramsche. Zwischen den Haltepunkten Osnabrück Hbf. und Bramsche sorgten nach Angaben der Nordwestbahn Ersatzbusse in beide Richtungen für das Weiterkommen der Reisenden.

Zusammenarbeit von Helfern aus verschiedenen Bundesländern

An den Evakuierungsmaßnahmen nahmen neben Hilfskräften aus Osnabrück, dem gesamten Umland und Niedersachsen auch 230 Helfer mit 70 Fahrzeugen aus ganz Nordrhein-Westfalen teil. Den Einsatz koordinierte ein eigens bei der Bezirksregierung Münster eingerichteter 20-köpfiger Krisenstab. Nach der erfolgreichen aber verspäteten Bombenräumung können die auswärtigen Helfer wahrscheinlich erst im Laufe der Nacht oder des kommenden Morgens die Heimfahrt antreten.

(Redaktion)


 


 

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