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Brandstiftung im "Elysee-Palast"

Staatsanwaltschaft Aurich erhebt Anklage gegen zwei Tatverdächtige

Am 27. Dezember 2010 ist im ostfriesischen Ostrhauderfehn (Landkreis Leer) der Wohn- und Geschäftskomplex „Elysee-Palast"abgebrannt. Es entstand ein Millionenschaden. Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft Aurich ihre Ermittlungen gegen zwei Männer aus Leer abgeschlossen. Der Fall soll vor dem Landgericht Aurich zur Anklage gebracht werden.

Zur Anklage wird vor der Großen Strafkammer des Landgerichts schwere Brandstiftung in Tateinheit mit Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion gebracht.

Brand in Lokal "Milano" gelegt

Ein 24-jähriger deutscher Staatsangehöriger ist laut Staatsanwaltschaft dringend tatverdächtig, in den frühen Morgenstunden des 27. Dezember 2010 in den Räumlichkeiten des Lokals „Milano" im Geschäft5skomplex "Elysee Palast" mithilfe von ausgebrachtem Benzin den Brand gelegt zu haben. Ein zum Tatzeitpunkt 21-Jähriger mit türkischem Pass wird darüber hinaus verdächtigt, den-24-Jährigen mit einem Auto zum Tatort und wieder weggefahren zu haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass er in die Pläne eingeweiht war.

Durch das im Lokal "Milano" ausgebrachte Benzin entstand in der Luft ein Benzin-Gasgemisch, welches sich letztlich entzündete und zu einer weithin hörbaren Explosion führte. Durch die Wucht der Explosion und den Vollbrand des Lokals wurde der Gebäudekomplex "Elysee Palast" letztlich schwer beschädigt und unbewohnbar. Der Sachschaden wird hier von Gutachtern auf 2.000.000 Euro geschätzt. Auch in Nachbargrundstücke und Fahrzeuge schlugen umherfliegende Trümmerteile ein und richteten teils erheblichen  Sachschaden an. Zwei Bewohner von Wohnungen im "Elysee Palast" konnten sich damals noch ins Freie retten. Verletzt wurde glücklicher Weise niemand.

Haupttäter drohen 5 Jahre Haft

Laut Staatsanwaltschaft bestreiten beide Tatverdächtigen die Vorwürfe bzw. äußern sich nicht zur Sache. Das Landgericht Aurich muss nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden. Schwere Brandstiftung wird laut Strafgesetzbuch mit Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren bestraft. Sollte sich der Tatverdacht gegen den 21-Jährigen erhärten, drohen ihm wegen Beihilfe mindestens zwei Jahre Freiheitsstrafe.

(Redaktion)


 


 

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