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Stadtwerke-Verbund Trianel

Neues GuD-Kraftwerk soll bis 2016 in Krefeld-Uerdingen entstehen

Die Trianel Kraftwerk Krefeld GmbH (TKK) hat am Montagmittag bei der Bezirksregierung Düsseldorf den Antrag auf einen Vorbescheid nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz für ein neues Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) in Krefeld-Uerdingen gestellt.

Nach Angaben des Stadtwerke-Verbundes Trianel umfasst der Antrag 2.300 Seiten. Zeitgleich hat Trianel der Vorbescheidsantrag für das ursprünglich geplante Steinkohlekraftwerk zurückgezogen.

„Wir beantragen eine herstellerneutrale, umhüllende Genehmigung für eine Anlage mit bis zu 1.200 Megawatt elektrischer Leistung“, erläutert TKK Geschäftsführer Martin Hector. Dieses Vorgehen ermögliche es TKK, im weiteren Verfahren die für den Standort am besten geeignete Anlage auszuwählen. Fest stehe schon jetzt, so Hector, dass im wärmeorientierten Betrieb eine Primärenergieausbeute von 90 Prozent möglich sein wird. Das GuD-Kraftwerk soll als sogenannte Doppelblockanlage mit zwei Gasturbinen errichtet werden. Dabei verhandelt TKK nach eigenen Angaben mit einer Reihe verschiedener Anlagenbauer, die Leistungen zwischen 900 MW und 1.200 MW anbieten.

Neben der Stromerzeugung für die am Projekt beteiligten Stadtwerke soll das Kraftwerk primär dazu dienen, Prozessdampf für die Produktion im benachbarten Uerdinger Chempark bereitzustellen, wo sich ein Standort der Bayer Ag befindet. Stündlich muss das Kraftwerk demnach  bis zu 500 Tonnen Dampf für den Chemparkbereitstellen können. Als hochflexibles GuD-Kraftwerk ist es zudem geeignet, die schwankende Einspeisung von Windrädern und Solaranlagen auszugleichen (business-on.de berichtete).

Kraftwerk kann vorhandene Infrastruktur mitnutzen

Der Standort im Chempark sei aus Expertensicht u.a. aufgrund der ganzjährigen Dampfauskopplung einer der besten Kraftwerksstandorte Deutschlands, so Trianel in einer Mitteilung vom Montag. Das Kraftwerk könne u.a. die komplett vorhandene Infrastruktur des Chempark ebenso wie das bereits vorhandene Ferngasnetz nutzen. Zudem sei der nächste Einspeisepunkt ins Höchstspannungsnetz in unmittelbarer Nähe.

Das Kraftwerk nimmt mit allen Nebenanlagen acht Hektar Industriegebiet im nördlichen Bereich des Chempark Krefeld-Uerdingen in Anspruch. Bei zügigem Verlauf des Genehmigungsverfahrens könnte der Bau bereits im kommenden Jahr beginnen. Die Inbetriebnahme des Kraftwerks ist für 2016 geplant.

(Redaktion)


 


 

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