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Ständige Impfkommission

Und immer an die Masern-Impfung denken...

Die Masern-Impfung (in Form der Masern-Mumps-Röteln-Impfung) wird von der Ständigen Impfkommission des Bundes (STIKO) ab sofort für alle nach 1970 geborenen Erwachsenen empfohlen, sofern sie nicht oder nur einmal geimpft worden sind oder unklar ist, wann und ob eine solche Impfung schon einmal stattgefunden hat.

Besonders wichtig ist diese Empfehlung nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) für Personen, die im Gesundheitsdienst, in der Betreuung von immungeschwächten Menschen oder in Gemeinschaftseinrichtungen arbeiten. Grund für dieSTIKO-Empfehlung sind demnach die immer wieder auftretenden Masernausbrüche in Deutschland und Impflücken vor allem in der Gruppe der jüngeren Erwachsenen. Auch bei Jugendlichen gebe es deutliche Lücken im Masernschutz, so eine RKI-Sprecherin.

Grippe-Impfung wird auch Schwangeren empfohlen

Die gewöhnliche Influenza-Impfung für die nächste Grippesaison wird nun auch allen Schwangeren empfohlen, weil bei Schwangeren ein deutlich erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe beobachtet wurde. Bislang galt diese Empfehlung bereits für Personen ab 60 Jahre, chronisch Kranke, Medizinpersonal, Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr sowie Personen, die Risikopersonen betreuen.

Der übliche saisonale Grippeimpfstoff, der sich jedes Jahr zeitverzögert aus den drei aktuell am häufigsten auftretenden Influenza-Virustypen zusammensetzt, wird auch das pandemische Influenzavirus ( Schweniegrippe AH1N1) enthalten. Eine spezielle Schweinegrippe-Impfung (wie im vergangenen Jahr empfohlen) entfällt daher. Die entsprechende Impfempfehlung wurde von der Ständigen Impfkommission zurückgezogen. Die Bundesländer drohen daher auf Impfstoff im Wert von mehreren Millionen sitzen zu bleiben. 

Ob man an einer solchen Impfung teilnehmen möchte, liegt im Ermessen des Einzelnen. Im vergangenen Jahr hatte die Schweinegrippe und der damit verbundene Impfstoff für heftige Debatten gesorgt und wird heute selbst von Apothekern als "Rohrkrepierer" bezeichnet.

Wildtollwut und Cholera derzeit keine Bedrohung

Bei der Rötelnimpfung empfiehlt die STIKO, dass alle Frauen im gebärfähigen Alter zweimal geimpft sein sollen. Bei Meningokokken hat die STIKO nach eigenen Angaben inzwischen auch die Verfügbarkeit eines neu zugelassenen Impfstoffs berücksichtigt. Bei Tollwut und Cholera ist aufgrund der offziell als ausgerottet geltenden Krankheiten derzeit keine Impfung notwendig.

Die STIKO-Empfehlungen sind u.a. Grundlage der öffentlichen Impfempfehlungen der Gesundheitsbehörden der Länder. Die Mitglieder der STIKO sind ehrenamtlich tätige Experten aus unterschiedlichen Disziplinen der Wissenschaft und Forschung, aus dem Bereich des Öffentlichen Gesundheitsdienstes und der niedergelassenen Ärzteschaft. Weitere Informationen zu den STIKO-Impfempfehlungen unter: www.rki.de/impfen

(Redaktion)


 


 

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