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Sonne strahlt über Wirtschaftsstandort Lingen

Der aktuelle Standortmonitor der IHK Osnabrück bescheinigt dem Wirtschaftsstandort Lingen ein top Image und beste Einkaufsmöglichkeiten, sieht aber Bedarf bei Arbeitskräften und Steuern

Eine Befragung der IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim bei den regionalen Unternehmen zur Standortzufriedenheit belegt erneut, dass die Region hervorragend aufgestellt ist. Auch der Standort Lingen kann bei den ansässigen Betrieben sehr gut punkten. Dies ist das Ergebnis der rund 120 Unternehmensantworten und persönlicher Gespräche mit Unternehmerinnen und Unternehmern zu den Stärken und Schwächen der Stadt. Die IHK hat die Auswertung nun unter der Bezeichnung „IHK-Standortmonitor“ veröffentlicht und im persönlichen Gespräch vor Ort vorgestellt.

„Mit jedem der insgesamt 30 abgefragten Standortfaktoren waren die Unternehmen unter dem Strich zufrieden. Und bei 17 von 19 vergleichbaren Faktoren verbesserte sich die Bewertung sogar gegenüber unserer Umfrage aus dem Jahr 2004“, erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf anlässlich der Präsentation der Ergebnisse bei Oberbürgermeister Dieter Krone, an der auch Lingens Erster Stadtrat Dr. Ralf Büring und der Fachbereichsleiter Wirtschaftsförderung und Liegenschaften, Helmut Höke, teilnahmen. Mit dieser positiven Bewertung könne sich Lingen sehr gut sehen lassen.

Umfrage zeigt wo Handlungsbedarf besteht

„Das gute Ergebnis ist eine Bestätigung unserer Arbeit der vergangenen Jahre. Wir dürfen jetzt allerdings nicht nachlassen. Die IHK-Umfrage zeigt, an welchen Stellen wir anpacken können“, kommentierte Krone die Ergebnisse.

Besondere Stärken sehen die Unternehmen bei der Standortattraktivität und insbesondere bei den vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten und dem guten Image der Stadt. Hier haben sich die Zufriedenheitswerte auch erheblich gegenüber 2004 verbessert. „Dies ist erfreulich, denn gerade diese Faktoren spielen für die Rekrutierung von Fachkräften eine immer wichtigere Rolle“, erklärte Graf.

Hohe Zufriedenheit mit Infrastruktur

Daran will die Stadt Lingen auch mit ihrem Strategiekonzept „Zukunftsstadt Lingen 2025“ anknüpfen. „Wir müssen u.a. mit Marketingmaßnahmen noch stärker bekannt machen, welche exzellenten Angebote Lingen bereithält, beispielsweise bei der Betreuung von Kleinkindern oder bei den Schulangeboten“, so Krone. Vielfach sei das den Bürgern und Betrieben noch nicht ausreichend bewusst. Erfreulich sei für ihn auch die hohe Zufriedenheit mit der Infrastruktur. Gegenüber 2004 konnte sie teilweise deutlich zulegen – nicht zuletzt auch durch den Lückenschluss der A 31.

Handlungsbedarf sehen die Lingener Unternehmen vor allem bei der Fachkräftesicherung. „Dies ist für wirtschaftlich erfolgreiche Kommunen wie Lingen ein zentrales Handlungsfeld“, sagt Graf. Zwar habe Lingen als Hochschulstandort einen gewissen Vorteil gegenüber umliegenden Gemeinden. Die Unternehmen sind aber auch hier insbesondere mit der Verfügbarkeit beruflich qualifizierter Fachkräfte nur schwach zufrieden. Ein Ansatzpunkt sei der Ausbau von Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen. Dabei bot Graf die Unterstützung der IHK an, etwa durch die Vermittlung von Partnerschaften.

Gar nicht zufrieden mit der Höhe der Steuern

Auch mit der Höhe der Gewerbe- und Grundsteuern sind die Lingener Unternehmen nur schwach zufrieden. Aus Sicht der IHK, die die zurückliegende Erhöhung des Gewerbesteuerhebesatzes kritisiert hatte, ist dies keine Überraschung. Graf sieht auf der Steuerseite eine Belastungsgrenze inzwischen erreicht. Krone erklärte dazu: „Wir verstehen, dass Steuern für Unternehmen immer ein sensibles Thema sind. Genau deshalb hat Lingen flankierend dazu als einzige Kommune weit und breit eine echte Aufgabenkritik durchgeführt und damit auch die Ausgaben reduziert“.

Hintergrund: Im Frühjahr dieses Jahres hat die IHK rund 7.100 Unternehmen im IHK-Bezirk zu ihrer Standortzufriedenheit befragt. Gut jedes fünfte Unternehmen (22 %) nahm teil. Für die Befragung bewerteten die Befragten 30 Standortfaktoren im Hinblick auf Wichtigkeit und Zufriedenheit: Darunter die Infrastruktur, die Standortkosten, das Arbeitskräfteangebot, das Wirtschaftsklima oder die Standortattraktivität. Darüber hinaus wurden Interviews mit rund 100 Unternehmern und Führungskräften geführt

(Redaktion)


 


 

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