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Meyer Werft

Star Wars in Papenburg

Belächelt wurde Joseph L. Meyer, als er im 19. Jahrhundert aus den USA zurückkehrte und in Papenburg etwas vom Bau von Stahlschiffen erzählte. "Die schwimmen doch gar nicht" erwiderte man ihm spöttisch. Dennoch stellte man 1872 in der Meyer Werft auf den Bau von Stahlrumpfschiffen um. Nun wird in Papenburg ein neues Kapitel aufgeschlagen: Laser.

Wie recht Meyer damals behielt, zeigt sich dem Papenburg-Besucher heute, wenn er in einer der riesigen Werkshallen der Werft steht. Die Schiffe von Meyer - davon kann sich jeder persönlich vor Ort überzeugen - schwimmen prächtig. Und sie sind....nun ja...mit den Jahren ganz schön groß geworden. Nur von allen anderen der damaligen Werften ist keine mehr übrig. Allein die Meyer Werft hat den Sprung in das 21. Jahrhundert geschafft. Und das vor allem durch die damalige visionäre Kraft von Joseph L. Meyer. Heute befindet sich die Werft in sechster Generation in Familienbesitz.

Das Meyer-Imperium schlägt zurück

Ob Geschäftsführer Bernard Meyer diesmal eine liegen gelassene Star Wars-DVD in die Hände bekam und einfach an den großen Erfolg von Regisseur George Lucas anknüpfen wollte, wissen wir nicht. Doch wieder einmal ist der Gedanke visionär: Schiffe bauen mit Lasern - und zwar mit mehr Lasern als jemals zuvor! Ob die Werft- Konkurrenz - heute sitzt sie in Fernost - Meyer wieder belächelt wie damals bei seinem Vorfahren im heimischen Papenburg, ist nicht bekannt.  Aber eins ist sicher: Bernard Meyer will den Konkurrenzkampf aufnehmen. Wer den Film Star Wars gesehen hat, der weiß, dass Laser eine ganz schön heiße Sache sind - vor allem, wenn man seinen Betrieb im Emsland hat. Doch der wehrhafte Emsländer zieht in diesen Tagen selbstbewusst sein Lichtschwert. Denn nur mit dem Einsatz von Hochtechnologie ist die Meyer Werft zukunftsfähig. Das weiß der kluge Bernard Meyer, das wissen alle. Mit neuen 104 Kilowatt-Lasern will Meyer´s Imperium deshalb in Kürze zurückschlagen. Schiffsstahl soll geradezu schmelzen wie Butter.

Meyer will das Werft-Imperium in das 22. Jahrhundert führen. Mindestens..

„Wir stellen ein Team zusammen, das schon im nächsten Jahr ganz neue Wege gehen und die Meyer Werft sehr deutlich von ihren Mitbewerbern abheben wird“, kommentiert Bernard Meyer sein Vorhaben nicht ohne etwas Pathos. Für über 80 Mio. Euro wird deshalb die derzeitige Laser-Fertigung  um eine weitere Halle mit neuester Lasertechnologie erweitert und in "Meyer Werft- Laserzentrum" umbenannt. Knapp hundert neue Jobs sollen entstehen. Es wird - das sei erwähnt - natürlich eines der größten Laserzentren in Europa. Gekleckert wird nicht, denn es geht um das Imperium. Und weil es in Papenburg schnell gehen muss, hat der Geschäftsführer in Stuttgart angerufen und gleich ein Dutzend Experten von Porsche Consulting bestellt. Die sollen die Meyer-Laser optimal auslasten, damit das Imperium zügig das tun kann, was Meyer vorschwebt: Marktanteile halten und dazugewinnen. Die Meyer Werft schläft schließlich nicht. Das soll durch einen hohen Qualitäts- und Zeitvorteil auch die Konkurrenz  zu spüren bekommen. Derweil will Meyer das Werft-Imperium in das 22. Jahrhundert führen. Mindestens. Da bleibt nur eins zu wünschen: Möge die Macht mit Dir sein, Bernard Meyer!

(Onur Yamac)


 


 

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