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Solarkonzern plant Stellenabbau in Frankfurt

Der Wettbewerbsdruck der chinesischen Konkurrenz macht dem Solarkonzern Conergy zu schaffen. Einem Zeitungsbericht zufolge steht der Konzern vor einem erneuten Umbau. In seinem Werk im brandenburgischen Frankfurt (Oder) will sich Conergy auf die Produktion von Solarmodulen konzentrieren und daher die Fertigung der Vorprodukte Wafer und Zellen dicht machen, wie das "Handelsblatt" (Montagausgabe) unter Berufung auf das Konzernumfeld berichtete.

Mit der Umstrukturierung würden etwas weniger als 100 der rund 700 Beschäftigten im Frankfurter Werk ihren Job verlieren. Einen weiteren, allerdings kleineren Stellenabbau werde es in der Zentrale in Hamburg geben. Das Unternehmen habe einen Kommentar dazu abgelehnt.

Konzentration auf Modulherstellung

Künftig wolle das Hamburger Unternehmen die Vorprodukte bei Wettbewerbern einkaufen, berichtete die Zeitung. Die Fokussierung auf die Modulfertigung am Standort Deutschland sei aus Sicht vieler Analysten sinnvoll, da ein Transport von Modulen etwa aus China oder anderen asiatischen Ländern Zeit und Geld koste. Solarzellen könnten günstig per Flugzeug nach Europa transportiert werden.

Für die Mitarbeiter von Conergy sind die nun geplanten Einschnitte nicht der erste Umbau. Nach der Beinahepleite Ende 2007 hatte der neue Vorstand um Dieter Ammer massiv die Kosten gedrückt. Tochtergesellschaften im Ausland wurden dicht gemacht, Teile wie das Windkraftgeschäft verkauft.

Trotz des massiven Umbauprogramms, dem 1.000 Arbeitsplätze zum Opfer fielen, kam Conergy nicht auf die Füße. Um eine erneute Finanzkrise zu verhindern, hatte sich der Konzern erst kürzlich in die Arme von Finanzinvestoren begeben. Hedgefonds um York Capital und die Deutsche Bank halten inzwischen knapp 50 Prozent der Aktien.

Schwierige Marktbedingungen

Conergy leidet wie andere Branchenvertreter unter der sehr schwachen Nachfrage und schrieb in den ersten sechs Monaten einen Verlust von 40 Millionen Euro. Ausgelöst von der Unklarheit über den Fortgang der Solarförderung sind mit Deutschland und Italien die beiden im vergangenen Jahr größten Märkte der Welt zu Anfang dieses Jahres regelrecht eingebrochen. Gleichzeitig investierten vor allem die chinesischen Hersteller massiv in Fertigungskapazitäten und drücken ihre Produkte über den Preis in den Markt.

(dapd )


 


 

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