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Nach Druck aus Deutschland

Steueroasen wollen künftig OECD-Standards erfüllen

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Im Kampf gegen Steuerhinterziehung ist die internationale Staatengemeinschaft einen weiteren Schritt vorangekommen. Die OECD-Staaten einigten sich darauf, noch mehr Druck auf so genannte Steueroasen auszuüben. Dass nun auch die üblichen Verdächtigen in Europa, Schweiz, Österreich und Liechtenstein die Standard-Anforderungen der OECD auf Zusammenarbeit in Steuerfragen erfüllen wollen, ist der Hartnäckigkeit zu verdanken, mit der diese Länder angeprangert wurden. Steter Tropfen höhlt eben jeden Stein.

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück darf einen Teil dieses Erfolges auch für sich verbuchen, wenngleich seine verbalen Entgleisungen nicht immer sehr diplomatisch waren, worauf der Schweizer Bundespräsident in diesem Rahmen noch einmal einging. Wichtiger waren aber wohl Konsequenzen wirtschaftlicher Art, die vor allem auch von den USA intensiv angedroht wurden.

Durchleuchtung und Neuordnung des Stiftungswesens

 Wichtig bei den Verabredungen ist vor allem eine Durchleuchtung und Neuordnung des Stiftungswesens, denn mit diesen Konstruktionen wurden weit mehr Gelder versteckt als nur etwa Zinseinnahmen, die zuletzt ja wenigstens pauschal erfasst wurden. Der deutsche Finanzminister darf sich in den nächsten Jahren somit über zusätzliche Einnahmen freuen. Ob diese allerdings die von Steinbrück genannte Größenordnung von 100 Milliarden erreichen, erscheint angesichts der Findigkeit der Finanzbranche eher fraglich.

(Redaktion)



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Bild Nr. 1 © BMF


 

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