Sie sind hier: Startseite Weser-Ems Finanzen
Weitere Artikel
Debatte über Strafsteuer

Banker-Boni nur im Erfolgsfall

Bonuszahlungen sind von Natur aus kein Teufelszeug, sondern eine Belohnung für besondere Leistungen. Aber bei den schwarzen Schafen der Bankbranche, die sich die Taschen so voll wie möglich machen wollten, hat die Aussicht auf horrende Sonderzahlungen die Risikobereitschaft bis zum Exzess angestachelt. Und es störte sie nicht, dass die Allgemeinheit große Teile des Verlustrisikos tragen musste.

Allein wegen solcher Machenschaften lohnt es sich, über veränderte Boni-Regeln nachzudenken. Was kommen muss, ist ein Gesetz, das die Banken zwingt, Sonderzahlungen am nachhaltigen Erfolg zu orientieren. Wenn sich der nicht einstellt, muss man die Boni auch wieder streichen dürfen. Das hat die Deutsche Bank im Grunde auch angekündigt, und das ist der richtige Weg. Sehen systemrelevante Banken das nicht von selbst ein, dann müssen sie sich Eingriffe in die Eigentumsrechte gefallen lassen, weil nur die in einem solchen Fall die Funktionsfähigkeit des Systems garantieren. 

Schäuble lehnt Sondersteuer ab

Es ist richtig, dass Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) eine Strafsteuer auf Boni ablehnt. Eine solche Abgabe auf Sonderzahlungen schreckt Gierhälse nicht, weil sie im Erfolgsfall immer noch genug verdienen. Ganz davon abgesehen, dass solche Forderungen reiner Populismus sind. Irgendwo ist schließlich immer Wahlkampf nicht nur in Großbritannien.

Autor Georg Winters ist Redakteur bei der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post".

(Redaktion)


 


 

Boni
langfristiger Erfolg
Wolfgang Schäuble
Deutsche Bank
Strafsteuer
Bonuszahlungen
Erfolg
Banken

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Boni" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: