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Bundesregierung

Raumfahrtstrategie beschlossen

In ihrer Kabinettssitzung am 30. November 2010 hat sich die Bundesregierung eine deutsche Raumfahrtstrategie festgelegt. In dem Papier ist grundlegend festgelegt, wie sich der Hochtechnologiebereich Raumfahrt in den nächsten Jahren auf nationaler Ebene entwickeln soll. Interessant ist das Papier deshalb auch für die Raumfahrtindustrie in der Region. Neben der Airbus-Tochter Astrium unterhält beispielsweise auch der Satellitenbauer OHB seinen Sitz in Bremen. Auch zahlreiche Zulieferer komen aus der Region.

Als Reaktion auf die sich verändernden politischen und gesellschaftlichen Bedingungen sind in dem Strategiepapier auch internationale Rahmenbedingungen mit berücksichtigt worden. Eingebracht wurde die Strategie durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi). Die Erarbeitung erfolgte gemeinsam mit den anderen in der Raumfahrt aktiven Ministerien sowie in Abstimmung mit wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Einrichtungen wie dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

"Deutschlands Herausforderung besteht im Wettbewerb um die besten Ideen und damit um die besten Technologien. Wissenschaft und Technologie-Förderung müssen ein Kernanliegen unserer Gesellschaft sein. Dieser Notwendigkeit folgt die neue deutsche Raumfahrtstrategie", erläuterte Prof. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR. "Diese Strategie stellt eine Linie zur zukünftigen Entwicklung der Raumfahrt in Deutschland dar, die das DLR in seiner Rolle als Raumfahrtagentur und Großforschungseinrichtung maßgeblich mit gestaltet und bestimmt", so Wörner weiter.

Neue Schwerpunkte in der Zukunft

Die Raumfahrt hat sich in den vergangenen Jahren vom wissenschaftlich geprägten Symbol des Technologiewettlaufs hin zu einem Instrument der Bewältigung gesellschaftlicher Probleme und globaler Herausforderungen wie beispielsweise Klimawandel und Sicherheitsvorsorge entwickelt. Davon ausgehend soll sich die deutsche Raumfahrtpolitik und deren Umsetzung nach dem Willen der Regierung auf klare Ziele konzentrieren. Dazu gehört demnach der strategische Ausbau nationaler Raumfahrtkompetenzen, um deutsche Technologien im internationalen Wettbewerb weiter auszubauen und zu verankern. Ein Beispiel dafür ist laut DLR die Fortführung der Radartechnologie nach der erfolgreichen Mission Tandem-X zur Folgemission Tandem-L, die bereits großes internationales Interesse hervorgerufen habe.

Mit dem Schaffen eines einheitlichen Rechtsrahmens und dem damit verbundenen Erarbeiten eines deutschen Raumfahrtgesetzes soll zudem die notwendige Planungssicherheit für die kommenden Jahre verbunden sein, so ein Sprecher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln. Damit soll nach eigenem Bekunden auch erreicht werden, dass es entsprechende Regelungen auf europäischer Ebene gibt, die allen an der Raumfahrt beteiligten Nationen die gleichen Wettbewerbschancen einräumt und damit eine tragfähige Basis für die zukünftige Rollenverteilung in der europäischen Raumfahrt ist.

Weiterhin geht es um die deutsche Positionierung in der Forschung unter Weltraumbedingungen, die Systemfähigkeit, das heißt die Entwicklung, den Bau und den Betrieb von Raumfahrzeugen, sowie das Erschließen neuer Märkte, ebenso wie um das Nutzen der Raumfahrt für die zivile und militärische Sicherheit. Das aktuelle Strategiepapier ist nur eine Wegmarke. Inhaltlcihe Details des Raumfahrtgesetzes stehen bislang noch nicht fest.

(Redaktion)


 


 

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