Sie sind hier: Startseite Weser-Ems Business-News
Weitere Artikel
GdF: Tarifgespräche gescheitert

Frankfurter Flughafen droht neuer Streik

Dem Frankfurter Flughafen drohen neue Arbeitsniederlegungen. Der Betreiber Fraport und die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) konnten am Freitagabend keine Einigung über einen neuen Tarifabschluss für die fast 200 Vorfeldmitarbeiter erzielen, wie GdF-Sprecher Matthias Maas der Nachrichtenagentur dapd sagte.

Das Fraport-Angebot sei schlechter gewesen als jenes vor der Schlichtung, der Bereich Vorfeldaufsicht sei nicht einmal Teil der Offerte gewesen. Die Gewerkschaft will nun über ihr weiteres Vorgehen beraten. Die Vorfeldmitarbeiter hatten zuletzt fünf Tage lang gestreikt. Insgesamt fielen deshalb etwa 1.200 Flüge aus.

"Wir bedauern, dass die GdF trotz unseres guten Angebots weiter überzogene Forderungen durchsetzen will", sagte Herbert Mai, Arbeitsdirektor und Vorstandsmitglied bei Fraport. Das Unternehmen sei "erneut kompromissbereit auf einige der Forderungen eingegangen." Allerdings fordere die GdF weiterhin für die beiden Bereiche Verkehrszentrale und Vorfeldaufsicht, im Verhältnis zu vergleichbaren Tätigkeiten in anderen Bereichen, so hohe zweistellige Prozentsteigerungen, dass sie in keiner Relation mehr zu diesen stünden. Das sprenge das Gehaltsgefüge und sei inakzeptabel, fügte Mai hinzu. Fraport sei auch im Fall weiterer Streiks vorbereitet, den Flugbetrieb weitestgehend aufrecht zu erhalten.

Die Verhandlungen zwischen Fraport und GdF waren am Freitagmorgen an einem unbekannten Ort fortgesetzt worden. Begonnen hatten sie am Donnerstag. Bereits vor Beginn der Verhandlungen schienen die Fronten zwischen Gewerkschaft und Fraport verhärtet. Der Flughafenbetreiber kritisierte, einige der bisherigen Forderungen der GdF sprengten das Gehaltsgefüge insgesamt. Nach Fraport-Angaben wollten die Mitarbeiter der Vorfeldkontrolle zwischen 48 und 73 Prozent mehr Lohn . Die GdF bestritt diese Angaben.

Der Flugverkehr lief zwei Tage nach der Aussetzung der Streiks derweil wieder nach Plan. Wie Fraport mitteilte, gab es am Freitag keine streikbedingten Annullierungen mehr. Am Donnerstag waren dagegen als Folge des Ausstands noch 180 von 1.270 Verbindungen gestrichen worden.

(dapd )


 


 

GdF
Fraport
Gewerkschaft
Verhandlungen
Forderungen
Donnerstag
Vorfeldmitarbeiter
Streiks
Gehaltsgefüge

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "GdF" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: