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Von "Solidarnosc" bis Europa

Seit 50 Jahren berichten Korrespondenten aus dem ARD-Studio Warschau

Seit 50 Jahren berichten Hörfunk- und Fernsehkorrespondenten für den öffentlich-rechtlichen Senderverbund ARD aus dem Studio Warschau, das im Wechsel vom Westdeutschen Rundfunk und vom Rundfunk Berlin-Brandenburg geleitet wird. Aus diesem Anlass luden am Dienstagabend WDR (Köln) und rbb (Berlin) zu einer Festveranstaltung in das Warschauer Stadtschloss.

Das ARD-Studio Warschau begeht in diesen Tagen ein doppeltes Jubiläum: das Hörfunkstudio wird 50 Jahre alt, das Fernsehstudio 40. Zu den polnischen und deutschen Gästen aus Politik, Kultur und Medien gehören beim Festakt der Filmemacher Andrzej Wajda und W?adys?aw Bartoszewski, früherer Außenminister Polens und seit November 2007 Staatssekretär und außenpolitischer Berater des polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk.

"Heute rückt Polen immer mehr in den Mittelpunkt Europas - und dennoch wissen wir Deutsche auch 22 Jahre nach der politischen Wende noch immer viel zu wenig über Polen und die Polen. Das Interesse und die Neugier auf den Nachbarn zu wecken, ist eine der wesentlichen Aufgaben unserer Hörfunk- und Fernsehkorrespondenten." (WDR-Intendantin Monika Piel)

WDR-Intendantin Monika Piel, gleichzeitig ARD-Vorsitzende, betonte in ihrer Rede die Verdienste des ARD-Studios um die deutsch-polnische Freundschaft: "Die Korrespondenten, die seit nunmehr fünf Jahrzehnten aus Polen berichten - in den Anfängen unter durchaus widrigen Bedingungen - sind zu Vermittlern zwischen Deutschen und Polen geworden. Es ist auch ihr Verdienst, dass aus der in den Nachkriegsjahren so schwierigen Beziehung zwischen den beiden Nachbarländern ein freundschaftliches Verhältnis geworden ist. Heute rückt Polen immer mehr in den Mittelpunkt Europas - und dennoch wissen wir Deutsche auch 22 Jahre nach der politischen Wende noch immer viel zu wenig über Polen und die Polen. Das Interesse und die Neugier auf den Nachbarn zu wecken, ist eine der wesentlichen Aufgaben unserer Hörfunk- und Fernsehkorrespondenten."

Klaus Bednarz ging 1971 in Warschau auf Sendung

Eröffnet wurde dasWarschauer ARD-Büro im Jahr 1961, erster Hörfunkkorrespondent - und der erste westdeutsche Korrespondent überhaupt in Polen - war Ludwig Zimmerer. Zehn Jahre später nahm mit Klaus Bednarz (Politimagazin "Monitor") der erste Fernsehkorrespondent seine Arbeit auf. Die Korrespondenten-Büros des WDR und des ZDF waren die ersten und damals einzigen Vertretungen westlicher Fernsehstationen in Warschau.

In fünf Jahrzehnten erlebten die ARD-Korrespondenten die ersten Schritte auf dem Weg zur Aussöhnung mit Deutschland, den Beginn der Gewerkschaft "Solidarnosc" und schließlich den Sieg der Freiheitsbewegung. Zu den Kernthemen der aktuellen Berichterstattung gehören die deutsch-polnischen Beziehungen, Polens Rolle in der europäischen Union sowie das neue, marktwirtschaftliche Polen und die damit verbundenen Umbrüche in der Gesellschaft. Derzeit berichten Ludger Kazmierczak für den Hörfunk und Ulrich Adrian für das Fernsehen aus der polnischen Hauptstadt.

(Redaktion)


 


 

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