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Target-2-Salden

Bundesbank hält Sorgen für unbegründet

Bundesbankpräsident Jens Weidmann hält Sorgen über hohe Forderungen seines Hauses an die Europäischen Zentralbank für unbegründet.

Die als sogenannte "Target-2-Salden" aufgelaufenen Forderungen stellten kein eigenständiges Risiko dar, "weil ich ein Auseinanderbrechen der Währungsunion für schlichtweg absurd halte", schreibt Weidmann in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstagsausgabe). Ob und wie stark Verluste aus der Liquiditätsbereitstellung auf die Bilanz der Bundesbank durchschlügen, hänge nicht von der Höhe der Target-2-Forderungen ab.

Das gelte auch für den hypothetischen Fall des Austritt eines Landes mit negativen Target-2-Salden aus dem Euro. "Auch in einem solchen Fall, von dem ich nicht ausgehe, ist das Risiko ursächlich in der Art und dem Umfang der Liquiditätsbereitstellung begründet", schreibt Weidmann. Ausfälle wären von allen Notenbanken im Eurosystem zu tragen. Am Vormittag will die Bundesbank ihren Jahresabschluss 2011 vorlegen.

Über das Target-2-System werden die grenzüberschreitenden Zahlungen zwischen den Euro-Notenbanken abgewickelt. Wegen der Finanzkrise, die zu einem Vertrauensverlust in die Banken und Staatsfinanzen einiger Länder geführt hat, sind große Ungleichgewichte in diesem System entstanden. Im Zuge der gestörten Finanzflüsse hat die Bundesbank große Forderungen gegenüber der EZB aufgebaut, die inzwischen fast 550 Milliarden Euro erreicht haben.

Quelle: Dow Jones Newswires


(Redaktion)


 


 

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