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Freitag wieder Normalbetrieb erwartet

Tarifverhandlungen zum Frankfurter Flughafen wieder aufgenommen

Einen Tag nach dem vorläufigen Ende der Streiks am Frankfurter Flughafen haben sich die Betreibergesellschaft Fraport und die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) wieder an einen Tisch gesetzt.

Von Helena Baers

Gdf-Sprecher Matthias Maas bestätigte am Donnerstag, dass die Tarifverhandlungen wieder aufgenommen wurden. Trotz Aussetzung des Streiks flogen jedoch viele Maschinen noch nicht wieder nach Plan. Von 1.270 Flügen am Donnerstag waren bis zum Nachmittag 172 gestrichen, wie ein Fraport-Sprecher sagte.

Das seien noch die "Nachwehen" des fünftägigen Ausstands der knapp 200 Lotsen und Kontrolleure vom Vorfeld. Voraussichtlich ab Freitag werde der Flugbetrieb wieder stabil sein, hieß es weiter. Nach einem Gesprächsangebot der Fraport am Mittwoch hatte die Gewerkschaft den eigentlich bis Freitag um 23.00 Uhr geplanten Ausstand der knapp 200 Vorfeldbeschäftigten mit Beginn der Nachtschicht vorerst ausgesetzt. Die Fraport hatte ein Ende der Streiks zur Bedingung für neue Verhandlungen gemacht.

Über den Ort und bisherigen Verlauf der neuen Tarifgespräche machten beide Seiten keine Angaben. Der Fraport-Vorstandsvorsitzende Stefan Schulte hatte am Mittwoch gesagt: "Wir begrüßen, dass im Sinne der Passagiere, Fluggesellschaften und unserer Mitarbeiter nun wieder nach Lösungen am Verhandlungstisch gesucht wird". Die GdF kündigte an, es werde so lange verhandelt, bis ein Ergebnis erzielt werde oder eine Seite die Gespräche für gescheitert erkläre.

Mehr als 1.000 Flüge ausgefallen

Schulte forderte, dass beide Seiten ohne Vorbedingungen wie etwa konkrete Zahlen in die Gespräche gehen müssten. Er äußerte die Erwartung, dass die GdF in den Gesprächen Kompromissbereitschaft zeige, um einen adäquaten Ausgleich für beide Seiten zu finden. Dann sei er sicher, dass es eine Einigung gebe. Einige der bisherigen Forderungen der GdF seien so hoch, "dass sie in keiner Relation mehr zu diesen stehen und das Gehaltsgefüge insgesamt sprengen". Nach Fraport-Angaben wollen die Mitarbeiter der Vorfeldkontrolle zwischen 48 und 73 Prozent mehr Lohn . Die GdF bestreitet diese Angaben.

Die GdF hatte an fünf Tagen die Arbeit niedergelegt. Insgesamt fielen dadurch mehr als 1.000 Flüge aus

(dapd )


 


 

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