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Emden/Ostfriesland

Tausende demonstrierten gegen geplantes Kohlekraftwerk

Was bereits im Vorfeld durch zahlreiche Kettenmails und Plakate angekündigt wurde, entlud sich am Sonntag in Emden im Protest von mehreren tausend Menschen. Trotz schlechten Wetters protestierten in der ostfriesischen Stadt nach vorläufigen Schätzungen der Organisatoren fast 3.500 Teilnehmer gegen ein geplantes 1.600 Megawatt-Kohlekraftwerk des dänischen Konzerns Dong Energy.

Die Macher der Demonstration betonen, dass aber nicht alleine das Dong-Kohlekraftwerk in Emden im Vordergrund steht, sondern sich der Protest auch gegen den Ausbau der Kohlekraft in Deutschland insgesamt richtet. Derzeit seien in Deutschland über 30 Kohlekraftwerke in Planung bzw. im Bau. Mit Parolen wie „Kohle schmilzt die Pole“ forderten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer entsprechend die Politiker und die Energiekonzerne dazu auf, die deutschen Pläne für den Neubau von Kohlekraftwerken aufzugeben. Allein um Emden herum sind nach Angaben der Bürgerinitiative in einem Umkreis von weniger als 20 km drei fossile Großkraftwerke geplant. "Technik von gestern", wie die Macher in Emden finden.

Bundespolitik in Emden: Garrelt Duin und Bärbel Höhn hielten Reden

Den Ausbau regenerativer Energien fordern deshalb Rednerinnen und Redner wie SPD-Buindespolitiker Garrelt Duin. Er sieht in Ostfriesland als prädestinierte Boomregion in einem Deutschland der regenerativen Energien, wie Wind-, Kohle-, oder Wasserkraft.. Sichere Arbeitsplätze in der Windkraftbranche und der Emder Hafen als Hauptumschlagsplatz für Windkraftwerke und nicht für Kohle, so seine Vision, sei das Richtige für die Region. Man müsse sich jetzt entscheiden, welchen Weg die Energiepolitik Deutschlands gehen wolle, betonte er. Für Bärbel Höhn von Bündnis 90/ Die Grünen beantwortete diese Frage in Emden: die Zukunft läge in einer regenerativen Zukunft und nicht in einer "Sackgasse mit fossilen Kohlekraftwerken".

Bürgerinitiative: Appell an das Wir-Gefühl Ostfrieslands

"Zukunft" war nach Angaben der Veranstalter das wohl meistgenannte Wort auf der vergangenen Demonstration in Emden. Dies war wiederum Thema von Dr. Monika Harms (CDU). Als Ärztin weiß die Borkumerin wovon sie spricht. Viele ihrer Patienten sind Kinder aus Gebieten mit belasteter Luft. Sie zeigte in ihrer Ansprache an die Demonstranten die gesundheitlichen Folgen auf, die Kohlekraftwerke für die Bevölkerung haben können. Anike Peters von der Umweltschutzorganisation Greenpeace ging zudem auf die Folgen für das Weltklima ein und forderte von der Politik eine neue globale Energiepolitik. Zum Abschluss der Demonstration rief Dr. Balder von der Bürgerinitiative Saubere Luft den Demonstranten zu: „Zeigen wir den Konzernen: Kohlekraftwerke nicht mit uns hier in Ostfriesland!“

(Redaktion)


 


 

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