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Tele Columbus-Übernahme

Kartellamt zeigt Kabel Deutschland die gelbe Karte

Das Bundeskartellamt hat erhebliche Bedenken gegen die geplante Übernahme des drittgrößten deutschen Kabelnetzbetreibers Tele Columbus durch Marktführer Kabel Deutschland.

Die Wettbewerbsbehörde befürchte Wettbewerbseinschränkungen sowohl bei der Belieferung von Wohnungsgesellschaften mit Fernsehprogrammen als auch im Verhältnis der Kabelbetreiber zu den TV-Sendern, sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt am Freitag in Bonn. Die Behörde habe die Unternehmen deshalb abgemahnt.

Größter deutscher Kabelnetzbetreiber

Kabel Deutschland ist mit rund 8,5 Millionen Kunden der größte Kabelnetzbetreiber in Deutschland. Tele Columbus betreibt Kabelnetze in den neuen Bundesländern und zu einem kleinen Teil in Nordrhein-Westfalen und Hessen. Die geplante Übernahme würde deshalb nach Auffassung des Kartellamts die gemeinsame Marktbeherrschung verstärken.

Die Beteiligten und zu dem Verfahren beigeladene Dritte haben nun noch die Möglichkeit, zur Einschätzung der Wettbewerbsbehörde Stellung zu nehmen. Die Beteiligten können auch noch Zugeständnisse anbieten, um die Bedenken der Kartellwächter zu zerstreuen. Eine abschließende Entscheidung soll bis 16. Januar 2013 fallen.

(dapd)


 


 

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