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Tiefkühlkost & Döner

Fernsehsender ließen Produkte untersuchen

Eine Fertiggericht-Firma, die mit Sternekoch Alfons Schuhbeck wirbt, soll nach Angaben der Nachrichtenagentur dapd in den Pferdefleisch-Skandal verwickelt sein.

 Die Supermarktkette Rewe zog die beiden Produkte "Rewe Chili con Carne 350g" (gekühlt) und "Rewe Spaghetti Bolognese 400g" (gekühlt) von "Schuhbecks Geniesser Service" aus dem Verkehr. Sie könnten Anteile von Pferdefleisch beinhalten, teilte das Unternehmen am Sonntag in Köln mit.

Die Firma "Schuhbecks Geniesser Service" (SGS) mit Sitz in Laage bei Rostock habe Rewe darüber informiert. Die Fertiggerichte seien aus den Regalen genommen worden, teilte die Supermarktkette mit. Kunden können die Artikel im jeweiligen Rewe-Markt zurückgeben und bekommen den Verkaufspreis erstattet.

Untersuchungen im AUftrag des NDR

Die Produkte untersuchte ein Labor im Auftrag des Verbraucher- und Wirtschaftsmagazin "Markt" des Norddeutschen Rundfunks (NDR), wie der Sender mitteilte. Reporter hätten stichprobenartig Fertiggerichte eingekauft und diese in ein akkreditiertes Labor gebracht. Die Fragen zur Herkunft des verarbeiteten Fleisches habe die Firma SGS "aus vertraglichen Gründen" zunächst nicht beantworten wollen, da es sich um ein Eigenmarkenprodukt von Rewe handele, teilte der NDR weiter mit.

Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg sagte dem Sender: "Hier haben die Eigenkontrollen der Lebensmittelindustrie versagt". Der Ernährungsexperte fordert einen "lückenlosen Herkunftsnachweis auch für Fleisch in Fertiggerichten".

Medienberichten zufolge sind möglicherweise mehr als 100 Tonnen mit Pferdefleisch verunreinigte Produkte nach Deutschland geliefert worden. Betroffen ist außer den Handelsketten Rewe, Metro und Edeka auch der Lebensmitteldiscounter Aldi mit seinen etwa 3.300 Filialen hierzulande. Neben Lasagne könnten auch Ravioli, Cannelloni, Tortellini und Gulasch mit gehacktem oder geschnetzeltem Pferd versetzt worden sein.

In ostdeutschem Döner nicht nur Pferdefleisch

Pferdefleisch ist offenbar nicht nur für Fertiggerichte, sondern auch für Dönerspieße verwendet worden. Reporter des RTL-Magazins "Extra" kauften nach eigenen Angaben in 20 Imbiss-Läden in Leipzig und Berlin Döner und ließen diese vom Berliner Institut für Produktqualität ifp untersuchen. In Berlin gelten Döner & Co. als besonders billig. Dabei sei in einer einzelnen Probe Pferdefleisch nachgewiesen worden, berichtete RTL am Sonntag. Außerdem hätten drei weitere Proben bis zu sieben Prozent Schweinefleisch enthalten. Dies ist für Muslime ein Problem, da sie kein Schweinefleisch verzehren dürfen.

Die Verbraucherminister der Länder wollen am Montag (18. Februar) in Berlin über Konsequenzen aus dem Pferdefleisch-Skandal beraten.

(dapd )


 


 

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