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Delmenhorst / Tostedt

Über 1.200 Menschen gegen Rechts auf den Straßen

In Delmenhorst bei Bremen und in Tostedt bei Hamburg haben am Samstag über 1.200 Menschen gegen Rechts demonstriert. Anlass in Delmenhorst war ein angekündigtes Rechtsrock-Konzert, in Tostedt richtete sich der Bürgerprotest gegen die Aufhebung einer Schließungsverfügung für einen bekannten rechten Szenetreff.

In Delmenhorst waren im Januar einem offensichtlich zufällig vorbeikommenden 21-Jährigen von Gästen eines Liveauftritts der Band "Kategorie C - die hungrigen Wölfe" schwere Kopfverletzungen zugefügt worden. Das Opfer wird der Punker-Szene zugerechnet. Der Vorfall soll sich in der Nacht vomn 21. auf den 22. Januar 2012 auf offener Straße vor dem Lokal "Szene" zugetragen haben. Die auftretende Band, die ein Unplugged-Konzert gab, wird von den Behörden der

rechtsextremistisch beeinflussten Hooligan-Szene zugerechnet. Bei der Delmenhorster Polizei  ist zwischenzeitlich die Ermittlungsgruppe "Ort" gebildet worden. Das Lokal "Szene" wurde einige Tage nach dem Vorfall durchsucht (business-on.de berichtete). Die Ermittlungen dauern an.

Unter dem Motto "Rechte Gewalt stoppen!" nahmen am Samstag rund 250 Menschen an einer Demonstration in der Stadt teil. Die Teilnehmer hatten sich gegen Mittag am Delmenhorster Bahnhof versammelt. Trotz des Erscheines zahlreicher Linksautonomer blieb der Protestzug friedlich. Auch Bürger und Elterninitiativen waren allerdings im Protestzug zu finden. Bei Minus vier Grad Außentemperatur wurde die Versammlung um 15:30 Uhr mit einer Abschlusskundgebung am Bahnhof beendet. Ein erneutes Konzert der Band "Kategorie C - Die hungrigen Wölfe" fand nicht statt.

Tostedt: Proteste gegen rechten Szenetreff

Unter dem Motto "Tostedt steht auf gegen Neonazis" fand zeitgleich in Tostedt ebenfalls eine Demonstration statt.

in Tostedt war die Aufhebung einer Schließungsverfügung des Landgerichts Stade für einen rechten Szenetreffpunkt in der Gemeinde Anlass gewesen. Das Oberlandesgericht in Celle hatte im Verfahren einen Formfehler bemängelt. Der bereits wegen schwerer Straftaten polizeilich in Erscheinung getretene Ladeninhaber kann sein Lokal daher wieder öffnen.

Der Aufzug startete In Tostedt vor dem Rathaus der Gemeinde. Ein großer Teil der rund 1.000 Demonstrationsteilnehmer begab sich danach zu einem gemeinsamen Gottesdienst in einer Kirche. Störungen gab es nicht. 

(Redaktion)


 


 

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