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TVE Emsland

Transrapid-Versuchsstrecke wird bis April 2010 weiter betrieben

Nach intensiven Gesprächen haben sich heute der Bund, die Systemhäuser Siemens AG und Thyssen-Krupp Transrapid GmbH, die Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft mbH (IABG) als Betreiberin der TVE, das Bauunternehmen Max Bögl, der Landkreis Emsland und das Land Niedersachsen auf ein neues Konzept verständigt. Die Transrapid Versuchsanlage Emsland (TVE) soll demnach um zehn weitere Monate bis zum 30. April 2010 weiter betrieben werden. Zunächst wollte der Betreiber die Anlage bereits Ende Juni 2009 stillegen.

Gemäß der heute zwischen den Beteiligten getroffenen Vereinbarung, sollen bis zum Frühjahr kommenden Jahres neue innovative Fahrwegträger in die Anlage integriert und erprobt werden. Ziel des vorläufigen Weiterbetriebs ist der kostengünstigere Bau von Anwenderstrecken. Damit soll nach Angaben der Landesregierung das Interesse potenzieller neuer Investoren geweckt werden. Niedersachsens Wirtschaftsminister Rösler (FDP) zeigte sich heute hoch zufrieden mit der Lösung zum Weiterbetrieb. Die Industrie habe nun die Chance, weitere Technologiekenntnisse aus dem Versuchsbetrieb zu erwerben, einen kostengünstigeren und zugleich verbesserten Fahrweg zu testen und damit neue Interessenten zu gewinnen, erklärte der Minister

IHK sieht Chancen für zukünftigen Forschungsbetrieb auf der TVE

Die IHK Osnabrück-Emsland erklärte zum heutigen Durchbruch, dass der gemeinsame Einsatz der Region für den Weiterbetrieb der Transrapidversuchsanlage (TVE) Früchte getragen habe. Der Transrapid sei immer ein Symbol für die hohe technologische Kompetenz des Emslandes gewesen. Nun blieben die Chancen des Transrapids bei bevorstehenden internationalen Ausschreibungen erst einmal gewahrt. Langfristig könne die im Emsland vorhandene Kompetenz sogar für eine noch breitere Erprobung neuer Technologien, Materialen und Werkstoffe genutzt werden, heißt es seitens der Kammer. Sie sieht vor Ort Chancen für ein Kompetenzzentrum für Material- und Technik-Erprobung mit bundesweiter Bedeutung.

6 Mio. Euro für vorläufigen Weiterbetrieb veranschlagt

Ursprünglich hatte die Industrie erklärt, den Testbetrieb auf der TVE zum 30. Juni dieses Jahres nach Abschluss des derzeitigen Weiterentwicklungsprogramms (WEP) einzustellen. Durch Einbindung des Unternehmens Max Bögl in den weiteren Versuchsbetrieb bestehen nun zumindest neue Perspektiven für die Anlage. Im selben Zug konnten die Kosten des Versuchsbetriebs mit dem neuen Konzept deutlich reduziert werden. Von den veranschlagten sechs Millionen Euro trägt die Industrie über die Hälfte, das Land beteiligt sich einmalig mit 575.000 Euro.

(Redaktion)


 


 

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